Wölfe in Deutschland

Ausgehend von Westpolen breitet sich der Wolf seit rund 20 Jahren wieder in Deutschland aus – ohne menschliches Zutun. Fast 100 Jahre war der Wolf, abgesehen von einzelnen wandernden Wölfen, aus Deutschland verschwunden. Nach jahrhundertelanger Verfolgung galt er hierzulande als ausgerottet.

Die Bestätigung eines Wolfrudels auf einem militärischen Übungsplatz in der sächsischen Oberlausitz im Jahr 2000 war eine wildbiologische Sensation. Aus Polen eingewandert, hatte sich im Osten Deutschlands ein Wolfspaar angesiedelt und Junge aufgezogen. Von der Oberlausitz aus verbreitete sich das Wolfsvorkommen in den Folgejahren nicht nur im Osten der Republik, sondern auch in nordwestliche Richtung zunächst nach Niedersachsen.

Für das Monitoringjahr 2016/2017 wurden für Deutschland 60 Rudel, 13 Paare und 3 sesshafte Einzeltiere nachgewiesen. Die Zahl der bestätigten Rudel ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 13 gestiegen. Insgesamt wurde ein Bestand von 150 bis 160 adulten Tieren nachgewiesen. Der Schwerpunkt der Verbreitung umfasst die Bundesländer Brandenburg (22 Rudel), Sachsen (14), Sachsen-Anhalt (11), Niedersachsen (10) und Mecklenburg-Vorpommern (3). Eine aktuelle Übersicht über die Wolfsvorkommen und Nachweise von Wolfsrudeln in Deutschland bietet die Dokumentations- und Beratungsstelle zum Thema Wolf des Bundes - DBBW.