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Do
4
Okt
2018

LANUV bestätigt Wolfsnachweis in Hünxe (Kreis Wesel)


 

Dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) liegt ein weiterer DNA-Nachweis von einem Wolf im Wolfsgebiet "Schermbeck" vor. Bei einem am 2. September 2018 in Hünxe gefunden toten Schaf konnten Speichelproben genommen werden, an Hand derer das Senckenberg Forschungsinstitut den Nachweis eines Wolfes führen konnte. Ob es sich um die aus dem Raum Schermbeck individualisierte Wölfin handelt, ist derzeit noch offen. Die genaue Individualisierung der Probe ist beim Senckenberg Institut noch in Bearbeitung. Das Senckenberg Forschungsinstitut untersucht im Auftrag von Bundes- und Landesbehörden als „Nationales Referenzzentrum für genetische Untersuchungen bei Luchs und Wolf“ genetische Proben aus ganz Deutschland.

Die betroffenen Schafhalter wurden über die aktuellen Ergebnisse informiert. Sie können über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums eine Entschädigung für die gerissenen Tiere sowie angefallene Tierarztkosten erhalten. Die aktuelle „Förderrichtlinie Wolf“ ist Teil des nordrhein-westfälischen Wolfmanagements und sieht Entschädigungsleistungen für gerissene Nutztiere vor, sofern ein Wolfsnachweis erfolgt ist. Da der Nachweis im Wolfsgebiet am Niederrhein erfolgte, haben die Schaf- und Ziegenhalter hier die Möglichkeit, sich Herdenschutzmaßnahmen fördern zu lassen.