Fr
9
Apr
2021

Wolfsnachweis im Kreis Unna


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Kreis Unna.

In den frühen Morgenstunden des 13. März 2021 wurde ein Wolf an einem Feldrand in Werne von einer Fotofalle erfasst. Die Aufnahmen wurden von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) geprüft. Über Geschlecht, Identität und Verbleib des Tieres ist nichts bekannt.

Weitere Informationen zu den Wolfsgebieten, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de

Do
25
Mrz
2021

Wolfsgebiet Oberbergisches Land: Wolfsrudel im Territorium Leuscheid hatte 2020 mindestens fünf Welpen


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt den genetischen Nachweis von insgesamt fünf Wolfswelpen aus dem Wurf 2020 im Territorium Leuscheid.

Seit Juni 2020 ist bekannt, dass sich im Bereich des Waldgebietes Leuscheid an der Grenze von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ein Wolfsrudel angesiedelt hat. Die Wolfsfähe GW1415f und der Rüde GW1159m wurden als Elterntiere von Wolfswelpen genetisch identifiziert. Aus dem Wurf des Jahres 2020 sind mittlerweile insgesamt fünf Welpen bekannt. Der männliche Welpe GW1851m starb bereits am 21. Oktober 2020 bei einem Verkehrsunfall in der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld in Rheinland-Pfalz. Durch Kotproben im Rhein-Sieg-Kreis vom 31. Oktober 2020 (Gemeinde Eitorf) und 16. November 2020 (Gemeinde Windeck) konnte das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen die beiden männlichen Jungwölfe GW1934m und GW1935m nachweisen. Zwei weibliche Jungwölfe, GW1955f und GW1956f, konnten im Januar 2021 ebenfalls durch Kotproben im rheinland-pfälzischen Teil des Territoriums nachgewiesen werden. Durch den genetischen Abgleich steht fest, dass alle diese Welpen aus der Verpaarung der bekannten Elterntiere im Territorium Leuscheid stammen.

Den Halterinnen und Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Oberbergisches Land und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine ausführliche Beratung zu den möglichen Herdenschutzmaßnahmen gem. Förderrichtlinien Wolf für alle Weidetierhalterinnen und -halter an: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/herdenschutz/weidetierschutz.htm

Nachweise von Wölfen in Rheinland-Pfalz (Homepage der Stiftung Natur und Umwelt RLP): https://snu.rlp.de/de/projekte/woelfe/verbreitung-recht/wolfsnachweise-rlp/

Homepage des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Oberbergisches Land, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Di
23
Mrz
2021

Wolfsgebiet Eifel - Hohes Venn: Neuer Wolfsnachweis im Kreis Euskirchen


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Kreis Euskirchen.

Am 27. Februar 2021 wurde auf einer Weide bei Nettersheim ein Schaf tot aufgefunden. Anhand der DNA-Analyse durch das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen konnte ein Wolf als Verursacher nachgewiesen werden. Eine Individualisierung war nicht möglich. Die Halterin wurde über das Ergebnis informiert; sie kann bei der Bezirksregierung Köln eine Entschädigung beantragen.

Die Gemeinde Nettersheim liegt in der Pufferzone des Wolfsgebietes Eifel - Hohes Venn, welches im Jahr 2019 ausgewiesen wurde, da hier mehrfach ein männlicher Wolf mit der Kennung GW926m festgestellt worden war. Seit Mai 2019 ist dieser Wolf nicht mehr in NRW nachgewiesen worden. Durch DNA-Abgleiche ist aber bekannt, dass sich dieses Individuum noch im belgischen Teil des Hohen Venns aufhält.

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter sind gebeten, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt (LANUV) zu wenden. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ist dies über die Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV möglich: Tel.: 0201-714488, werktags steht die Zentrale des LANUV zur Verfügung: Tel.: 02361-305-0

Den Halterinnen und Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Eifel - Hohes Venn und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine ausführliche Beratung zu den möglichen Herdenschutzmaßnahmen gem. Förderrichtlinien Wolf für alle Weidetierhalterinnen und -halter an: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/herdenschutz/weidetierschutz.htm

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Eifel - Hohes Venn, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Fr
19
Mrz
2021

Wolfsnachweis im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis.

Am 20. Februar 2021 wurden auf einer Weide bei Swisttal zwei Schafe tot sowie drei weitere Schafe verletzt aufgefunden. Anhand der DNA-Analyse durch das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen konnte ein Wolf als Verursacher nachgewiesen werden. Eine Individualisierung war nicht möglich. Der Halter wurde über das Ergebnis informiert; er kann bei der Bezirksregierung Köln eine Entschädigung beantragen.

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter sind gebeten, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt (LANUV) zu wenden. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ist dies über die Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV möglich: Tel.: 0201-714488, werktags steht die Zentrale des LANUV zur Verfügung: Tel.: 02361-305-0

Die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine ausführliche Beratung zu den möglichen Herdenschutzmaßnahmen gem. Förderrichtlinien Wolf für alle Weidetierhalter an: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/herdenschutz/weidetierschutz.htm

Homepage des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Fr
12
Feb
2021

Wolfsgebiet Senne: Weiterer Wolfsnachweis im Kreis Paderborn


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Kreis Paderborn.

Am 08. Januar 2021 wurden auf einer Weide bei Lichtenau vier Schafe von einem Wolf getötet. Anhand der DNA-Analyse durch das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen konnte erneut das weibliche Wolfsindividuum GW1897f nachgewiesen werden. Die Halterin wurde über das Ergebnis informiert und kann bei der Bezirksregierung Detmold eine Entschädigung beantragen.

Bereits am 16. Oktober 2020 konnte diese Wölfin durch einen Kotfund in einem Waldgebiet bei Altenbeken erfasst werden. Über das Alter oder das Herkunftsrudel sind bislang keine Aussagen möglich. Die Gemeinden Altenbeken und Lichtenau liegen im Wolfsgebiet Senne bzw. in der umgebenden Pufferzone.

Den Halterinnen und Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Senne und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Senne, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Fr
29
Jan
2021

Wolfsgebiet Senne: Weiterer Wolfsnachweis bei Lage


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Kreis Lippe.

Am Nachmittag des 16. Januar 2021 wurde ein Wolf auf einem Acker bei Lage von einem Bürger fotografiert. Die Aufnahmen wurden von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) geprüft. Über Geschlecht, Alter und Identität des Tieres sind keine Aussagen möglich. Bereits am 19. Dezember 2020 konnte ein Wolf in einem Waldgebiet bei Lage von einer Fotofalle erfasst werden. Ob es sich hierbei um dasselbe Individuum handelt ist nicht bekannt.

Die Stadt Lage liegt im Norden des Wolfsgebietes Senne, welches im Jahr 2018 ausgewiesen wurde, weil hier mehrfach eine Wölfin mit der Kennung GW1044f festgestellt worden war. Seit Oktober 2018 ist diese Wölfin nicht mehr nachgewiesen worden und gilt aktuell als verschollen. Am 16. Oktober 2020 wurde in einem Waldgebiet bei Altenbeken (Kreis Paderborn) im Süden des Wolfsgebietes Senne ein weiblicher Wolf mit der Kennung GW1897f nachgewiesen.

Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Senne und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Senne, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de

Di
26
Jan
2021

Wolfsnachweis im Märkischen Kreis


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Märkischen Kreis.

Am 28. November 2020 wurden auf einer Weide bei Balve vier Schafe von einem Wolf getötet sowie ein Schaf verletzt. Anhand der DNA-Analyse durch das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen konnte das weibliche Wolfsindividuum GW1943f erstmalig nachgewiesen werden; es stammt aus dem Rudel Rodewald in Niedersachsen. Ob sich die Wölfin dauerhaft im Raum Balve ansiedeln wird oder weiterzieht, ist offen. Der Halter wurde über das Ergebnis informiert; er kann bei der Bezirksregierung Arnsberg eine Entschädigung beantragen.

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter sind gebeten, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt (LANUV) zu wenden. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ist dies über die Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV möglich: Tel.: 0201-714488, werktags steht die Zentrale des LANUV zur Verfügung: Tel.: 02361-305-0

Die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine ausführliche Beratung zu den möglichen Herdenschutzmaßnahmen gem. Förderrichtlinien Wolf für alle Weidetierhalter an: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/herdenschutz/weidetierschutz.htm

Homepage des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Fr
22
Jan
2021

Wolfsgebiet Schermbeck: Neue Nachweise


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt weitere Wolfsnachweise im Wolfsgebiet Schermbeck. Alle genetischen Ergebnisse beruhen auf den Untersuchungen des Senckenberg Forschungsinstituts in Gelnhausen.

Am 17. Dezember 2020 wurde in Dinslaken (Kreis Wesel) ein Schaf vom Wolf getötet. Die genetischen Untersuchungen haben die Wölfin GW954f nachgewiesen. Am 04. Januar 2021 wurde in Hünxe (Kreis Wesel) eine sieben Jahre alte Shetlandponystute von einem Wolf getötet. Die genetische Untersuchung von Abstrichproben hat den Haplotyp HW02 nachgewiesen, der bei den territorialen Wölfen im Wolfsgebiet Schermbeck vorkommt. Eine weitergehende Individualisierung war nicht möglich.

Weitere neue Wolfsnachweise aus dem Wolfsgebiet Schermbeck, darunter genetisch bestätigte Kot- oder Urinspuren, bestätigte Fotofallenaufnahmen und Sichtbeobachtungen mit Foto oder Video, sind im Wolfsportal des LANUV NRW einsehbar: https://wolf.nrw/wolf/de/nachweise

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffenen Tierhalterinnen und Tierhaltern wird daher empfohlen, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt (LANUV) zu wenden. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ist dies über die Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV möglich: Tel.: 0201-714488. Werktags steht Ihnen die Zentrale des LANUV zur Verfügung: Tel.: 02361-305-0

Für weitere Hinweisarten (Sichtungen, Fund von verdächtigem Kot, Wildtierkadavern, Spuren etc.) besteht die Möglichkeit diese per E-Mail an wolf_nrw@lanuv.nrw.de zu melden. Alternativ können Sie sich in der Zeit von 08:00 – 18:00 Uhr direkt an eine oder einen der regional zuständigen Wolfsberaterinnen und Wolfsberater wenden.

Eine Liste der regional zuständigen Wolfsberaterinnen und Wolfsberater finden Sie hier:https://wolf.nrw/wolf/de/management/berater

In Nordrhein-Westfalen werden über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierschäden entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. Weitere entschädigungsfähige Kosten sind beispielsweise angefallene Tierarztkosten oder Schäden an der Zäunung. Voraussetzung für Entschädigungsleistungen sind

1. die Meldung durch die Tierhalterin / den Tierhalter an das LANUV NRW unter den oben angegebenen Telefonnummern bis spätestens 24 h nach Kenntnisnahme;

2. die Dokumentation des Schadens durch das LANUV oder die vom LANUV beauftragten Wolfsberaterinnen und Wolfsberater;

3. die Feststellung durch das LANUV NRW, dass der Schaden durch einen Wolf verursacht wurde;

4. in den Wolfsgebieten Schermbeck, Senne und Eifel-Hohes Venn bei Übergriffen auf Schafe, Ziegen und Gehegewild zusätzlich das Vorhandensein eines wolfsabweisenden Grundschutzes gemäß Förderrichtlinie NRW.

Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild in den Wolfsgebieten und den umgebenden Pufferzonen wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine ausführliche Beratung zu den möglichen Herdenschutzmaßnahmen gem. Förderrichtlinien Wolf für alle Weidetierhalter an: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/herdenschutz/weidetierschutz.htm

Informationen zum Wolfsgebiet Schermbeck, zur Förderrichtlinie Wolf, zu gemeldeten Nutztierrissen sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de

Mo
11
Jan
2021

Wolfsgebiet Senne: Wolfsnachweis bei Lage


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Kreis Lippe.

Am Morgen des 19. Dezember 2020 wurde ein Wolf in einem Waldgebiet bei Lage von einer Fotofalle erfasst. Die Aufnahmen wurden von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) geprüft. Über Geschlecht, Alter und Identität des Tieres ist nichts bekannt.

Die Stadt Lage liegt im Norden des Wolfsgebietes Senne, welches im Jahr 2018 ausgewiesen wurde, weil hier mehrfach eine Wölfin mit der Kennung GW1044f festgestellt worden war. Seit Oktober 2018 ist diese Wölfin nicht mehr nachgewiesen worden und gilt aktuell als verschollen. Am 16. Oktober 2020 wurde in einem Waldgebiet bei Altenbeken (Kreis Paderborn) im Süden des Wolfsgebietes Senne ein weiblicher Wolf mit der Kennung GW1897f nachgewiesen.

Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Senne und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Senne, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de

Di
22
Dez
2020

Wolfsgebiet Schermbeck: Bildnachweis eines Welpen – Rudel im Wolfsgebiet Schermbeck


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt, dass am Vormittag des 24.11.2020 in einem Waldgebiet in Hünxe drei Wölfe von einer Fotofalle fotografiert und gefilmt wurden. Betreut wird diese Fotofalle von zwei ehrenamtlich für das LANUV agierenden Wolfsberatern, die diesen Standort aufgrund ihrer sehr guten Kenntnisse vor Ort und des Fachwissens über das Verhalten von Wölfen ausgewählt haben. Mit diesen Aufnahmen wurden im Wolfsgebiet Schermbeck erstmals drei Wölfe gemeinsam nachgewiesen. Das Alter und Geschlecht der Wölfe ließ sich auf diesen Aufnahmen nicht erkennen. Am 05.12.2020 wurden in Hünxe zwei Wölfe beobachtet und gefilmt. Die Aufnahmen wurden von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) geprüft. In diesem Fall stellte sich heraus, dass es sich bei dem zweiten Wolf um einen etwa 6 Monate alten Welpen handelt. Es ist daher mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es sich um einen Welpen der im Territorium vorkommenden Wölfe GW954f und GW1587m handelt. Es liegen dem LANUV allerdings keine Bildaufnahmen aus den Sommermonaten vor, auf denen ein Wolf als diesjähriger Welpe identifiziert werden konnte.

Im ersten Winter erreichen junge Wölfe bereits fast die Körpergröße von erwachsenen und lassen sich nur bei sehr guten Bildaufnahmen noch als Welpen identifizieren. Anders als bei Haushunden werden Wölfinnen nur einmal im Jahr paarungsbereit, in der Regel im Februar. Neben der ortstreuen Wölfin GW954f konnte das LANUV im April 2020 erstmals das Vorkommen eines männlichen Wolfes mit der Kennung GW1587m im Wolfsgebiet Schermbeck bestätigen.

Im Jahr 2020 wurden vom Forschungsinstitut Senckenberg bisher 47 genetische Proben von Wölfen aus dem Territorium Schermbeck untersucht, wobei 19-mal die Wölfin GW954f und 18-mal der Rüde GW1587m identifiziert wurde. Bei 10 Proben war eine Individualisierung nicht möglich, weil die Probenqualität nicht ausreichend war. Die genetischen Proben hatten bisher keinen Hinweis auf einen Nachkommen des Wolfspaares erbracht.

Nach den bundesweit geltenden Monitoringstandards wird das Wolfsvorkommen im Territorium Schermbeck ab sofort als Rudel mit einem bestätigten Welpen geführt.

Alle Nachweise sind im Wolfsportal des LANUV unter https://wolf.nrw/wolf/de/nachweise zu finden.

Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de

Homepage des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/