Di
21
Mai
2019

LANUV bestätigt zwei Wolfsnachweise in der Städteregion Aachen


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Nachweis eines männlichen Wolfes mit der Kennung GW926m in Monschau (Städteregion Aachen). Die genetischen Untersuchungen einer Speichelprobe zeigen, dass dieses Tier am 12. April 2019 ein Schaf getötet hat. Das Herkunftsterritorium des Wolfes ist unbekannt. Dieser Wolf konnte im Februar 2018 in Kerken im Kreis Kleve an zwei Schafen individualisiert nachgewiesen werden. Der Verbleib des Tieres war bislang unbekannt.

Der betroffene Tierhalter wurde über das aktuelle Ergebnis informiert. Er kann über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums eine Entschädigung für die gerissenen Tiere und weitere Kosten erhalten. Die aktuelle „Förderrichtlinie Wolf“ ist Teil des nordrhein-westfälischen Wolfmanagements und sieht Entschädigungsleistungen für gerissene Nutztiere vor, sofern ein Wolfsnachweis erfolgt ist. Alle Nachweise und die Individualisierung des Wolfes erfolgten beim Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen.

Am 15.05.2019 gelang an gleicher Stelle in Monschau (Städteregion Aachen) ein Wolfsnachweis durch eine Wildkamera. Fotos wurden vom LANUV begutachtet. Der Beobachtungsort wurde von einem Wolfsberater verifiziert und nach weiteren Spuren abgesucht. Über die Identität des beobachteten Wolfes lässt sich keine Aussage treffen.

Weitere Informationen und Wolfsnachweise in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter www.wolf.nrw/

Quelle: LANUV Pressemeldung unter https://is.gd/4x0BkD

Mi
15
Mai
2019

LANUV bestätigt Wolfsnachweis im Kreis Steinfurt


 

Am 10.05.2019 gelang bei Tecklenburg im Kreis Steinfurt ein Wolfsnachweis. Morgens beobachtete ein Anwohner einen Wolf und konnte das Tier mit einer Handykamera aufnehmen. Fotos und Filme wurden vom LANUV begutachtet. Der Beobachtungsort wurde von einem Wolfsberater verifiziert und nach weiteren Spuren abgesucht. Über die Identität des beobachteten Wolfes lässt sich keine Aussage treffen.

Weitere Informationen und Wolfsnachweise in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter www.wolf.nrw/

Quelle: LANUV Pressemeldung unter https://is.gd/6lklMI

Di
7
Mai
2019

LANUV bestätigt Wolfsnachweise in den Kreisen Steinfurt und Soest


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Nachweis eines weiblichen Wolfes mit der Kennung GW965f in Westerkappeln (Kreis Steinfurt). Die genetischen Untersuchungen einer Speichelprobe zeigen, dass dieses Weibchen am 27. März 2019 in einem Gehege ein Damtier getötet hat. Bei einem weiteren Übergriff in diesem Gehege am 12. März 2019, bei dem ebenfalls ein Damtier getötet wurde, konnte ein Wolf als Verursacher bestätigt werden, die Individualisierung war jedoch nicht möglich. Der Nachweis und die Individualisierung des Wolfes erfolgten beim Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen. Dieses Weibchen stammt aus dem Ursprungsterritorium "Die Lucie" im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen und konnte dort erst- und bislang letztmalig im März 2018 nachgewiesen werden.

Der betroffene Tierhalter wurde über das aktuelle Ergebnis informiert. Er kann über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums eine Entschädigung für die gerissenen Tiere und weitere Kosten erhalten. Die aktuelle „Förderrichtlinie Wolf“ ist Teil des nordrhein-westfälischen Wolfmanagements und sieht Entschädigungsleistungen für gerissene Nutztiere vor, sofern ein Wolfsnachweis erfolgt ist.

Am 20. April 2019 wurde nachts an einem Feldrand bei Rüthen (Kreis Soest) ein Wolf von einer Wildkamera fotografiert.  Die Aufnahmen wurden vom LANUV begutachtet und der Beobachtungsort von einer Wolfsberaterin nach weiteren Spuren abgesucht. Über die Identität des beobachteten Wolfes ist bisher nichts bekannt. Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen durchziehenden Jungwolf.

Herdenschutz empfohlen

In den Wolfsgebieten und den dazugehörenden Pufferzonen in NRW wird zur Durchführung von Herdenschutzmaßnahmen für Schafe, Ziegen und Gehegewild geraten. Seit dem 23.03.2019 können Herdenschutzmaßnahmen in den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen zu hundert Prozent aus Landesmitteln gefördert werden. Informationen zu den Wolfsgebieten und den dazugehörenden Pufferzonen , den Fördermöglichkeiten in NRW, die Antragsunterlagen für Tierhalter sowie weitere Informationen zu den Wolfsnachweisen in NRW sind zu finden unter www.wolf.nrw/

Quelle: LANUV Pressemeldung unter https://is.gd/CFEIa6

Do
2
Mai
2019

LANUV bestätigt Wolfsnachweise in den Kreisen Gütersloh und Höxter


 

Am 23.04.2019 wurde in einem Waldgebiet bei Willebadessen im Kreis Höxter ein Wolf fotografiert. Der Wolf querte kurz nach Mitternacht eine Waldlichtung und wurde dabei von einer Wildkamera erfasst. Ein zweiter Wolfsnachweis gelang am 24.04.2019 bei Rietberg im Kreis Gütersloh. Kurz nach 20 Uhr beobachteten Anwohner einen Wolf und konnten das Tier mit einer Handykamera filmen. Fotos und Filme wurden vom LANUV begutachtet. Die Beobachtungsorte wurden von Wolfsberatern nach weiteren Spuren abgesucht. Über die Identität der beobachteten Wölfe ist bisher nichts bekannt. Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um durchziehende Jungwölfe.

Herdenschutz dringend empfohlen

Zurzeit werden aufgrund der besser werdenden Witterung und der bevorstehenden wärmeren Jahreszeit zunehmend mehr Weidetiere aus den Ställen auf die Weiden gebracht. Im Wolfsgebiet Senne und der dazugehörenden Pufferzone wird daher dringend zur Durchführung von Herdenschutzmaßnahmen für Schafe, Ziegen und Gehegewild geraten. Seit dem 23.03.2019 können Herdenschutzmaßnahmen in den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen zu hundert Prozent aus Landesmitteln gefördert werden. Informationen zu den Fördermöglichkeiten, die Antragsunterlagen für Tierhalter sowie weitere Informationen zum Wolfsgebiet Senne und den Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter www.wolf.nrw/

Quelle: LANUV Pressemeldung unter https://is.gd/pzgIlR

Mi
17
Apr
2019

LANUV bestätigt zwei weitere Wolfsnachweise im Wolfsgebiet Schermbeck


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt zwei weitere Wolfsnachweise im Wolfsgebiet Schermbeck. Der erste Nachweis erfolgte mittels eines Fotos einer Wildkamera im Hünxer Wald vom 25. März 2019. Der zweite Nachweis erfolgte anhand genetischer Untersuchungen einer Speichelprobe an zwei gerissenen Schafen in Hünxe vom 29. März 2019. Die Individualisierung des Wolfes ist beim Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen noch in Bearbeitung.

Der betroffene Tierhalter wurde über das aktuelle Ergebnis informiert. Er kann über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums eine Entschädigung für die gerissenen Tiere und weitere Kosten erhalten. Die aktuelle „Förderrichtlinie Wolf“ ist Teil des nordrhein-westfälischen Wolfmanagements und sieht Entschädigungsleistungen für gerissene Nutztiere vor, sofern ein Wolfsnachweis erfolgt ist. Die Halter von Schafe, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Schermbeck können Förderanträge zum Herdenschutz über die Förderrichtlinien Wolf des Umweltministeriums stellen.

Herdenschutz dringend empfohlen

Zurzeit werden aufgrund der besser werdenden Witterung und der bevorstehenden wärmeren Jahreszeit zunehmend mehr Weidetiere aus den Ställen auf die Weiden gebracht. Im Wolfsgebiet Schermbeck und der dazugehörenden Pufferzone daher dringen zur Durchführung von Herdenschutzmaßnahmen für Schafe, Ziegen und Gehegewild geraten. Seit dem 23.03.2019 können Herdenschutzmaßnahmen in den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen zu 100 Prozent aus Landesmitteln gefördert werden. Informationen zu den Fördermöglichkeiten, die Antragsunterlagen für Tierhalter sowie weitere Informationen zum Wolfsgebiet Schermbeck und den Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter www.wolf.nrw/

Quelle: LANUV Pressemeldung unter https://is.gd/uC8wEt

Di
9
Apr
2019

Erneut toten Wolf im Kreis Minden-Lübbecke gefunden


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz bestätigt den Fund eines toten männlichen Wolfs an einer Bundesstraße in Petershagen, welcher der Kreispolizei Minden am gestrigen Montag, den 8. April 2019, gemeldet worden war.

Gemäß Wolfsmanagementplan wurde der Kadaver sichergestellt und durch einen vom LANUV beauftragten Wolfsberater geborgen. Mit Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Minden-Lübbecke wird der Wolf zur veterinärpathologischen Untersuchung in das Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin gebracht. Genetische Proben werden im Senckenberg Institut in Gelnhausen untersucht. Nach der Sektion wird der Wolf in die Sammlung des LWL-Museums für Naturkunde in Münster zur Präparation und Verbleib verbracht.

Bereits am 30.03.2019 war ein Wolf auf der A2 bei Porta Westphalica tot aufgefunden worden, siehe Pressmitteilung vom 3. April 2019. Die Sektion bestätigte, dass der junge, noch nicht einjährige männliche Wolf durch die Kollision mit einem Fahrzeug verendet ist. Jungwölfe verlassen in der Regel spätestens mit zwei Jahren das Rudel der Eltern und wandern auf der Suche nach einem eigenen Territorium umher, manchmal mehrere hundert Kilometer weit.

Die Untersuchung toter Wölfe erfolgt im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin (Leibniz-IZW), das deutschlandweit das Referenzinstitut für das Monitoring tot aufgefundener Wölfe ist. Alle Wolfskadaver durchlaufen dort ein an der Humanrechtsmedizin orientiertes Untersuchungsschema, welches Computertomographie, Sektion, sowie Histologie, Parasitologie, Virologie und Bakteriologie beinhaltet. So können etwaige Erkrankungen oder der Kontakt mit Krankheitserregern abgeklärt werden. Die Routineuntersuchungen umfassen unter anderem Staupe Tollwut oder infektiöse Leberentzündung der Hunde. Die Untersuchungen werden von Kooperationspartnern des Leibniz-Instituts, dem Friedrich-Löffler-Institut (FLI), dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und dem Landeslabor Berlin-Brandenburg durchgeführt. Im Zuge der Gesundheitsforschung am Wolf werden darüber hinaus alle Tierkörper auf die Infektion mit verschiedenen Viren und Bakterien untersucht.

Quelle: LANUV Pressemeldung unter https://is.gd/peuJ5z

So
7
Apr
2019

Landesregierung weist an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz die dritte Pufferzone für ein Wolfsgebiet aus


 

Ministerin Ursula Heinen-Esser: "Ab heute können Maßnahmen zum Herdenschutz auch in Südwestfalen, in Teilen der Kreise Siegen-Wittgenstein, Olpe sowie dem Oberbergischer Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis gefördert werden."

Nach den Pufferzonen um die NRW-Wolfsgebiete "Schermbeck" und "Senne" wird nun eine dritte, ebenfalls großzügig dimensionierte Pufferzone eingerichtet, sie befindet sich an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz und umfasst Teile der Kreise Siegen-Wittgenstein, Olpe sowie dem Oberbergischer Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis. Die genaue Abgrenzung ist der entsprechenden Karte unter www.wolf.nrw/wolf/de/management/pufferzonedaaden zu entnehmen.

Vorausgegangen war die Ausweisung eines 200 Quadratkilometer großen Wolfsterritoriums am "Stegskopf", einem ehemaligen Truppenübungsplatz  bei Burbach und Neuenkirchen durch das Rheinland-Pfälzische Umweltministerium. Nachdem innerhalb von sechs Monaten dort zum zweiten Mal ein und dieselbe Wölfin genetisch nachgewiesen werden konnte, gilt das Tier nun als ortstreu. Damit sind die bundesweiten Kriterien für die Ausweisung eines Wolfsgebietes erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Wölfin aus Rheinland-Pfalz auch Flächen in der Pufferzone in Nordrhein-Westfalen erreicht, ist nach Experteneinschätzung relativ gering, jedoch nicht gänzlich auszuschließen.

Herdenschutz hilft

Bundesweite Untersuchungen bestätigen: Einen 100 %-Schutz gegen Wolf-Übergriffe auf Weidetiere gibt es nicht. Funktionierende Elektrozäune senken aber die Zahl erfolgreicher Wolfübergriffe erheblich. Zurzeit werden aufgrund der besser werdenden Witterung und der bevorstehenden wärmeren Jahreszeit zunehmend mehr Weidetiere aus den Ställen auf die Weiden gebracht. Es wird daher dringend zur Durchführung von Herdenschutzmaßnahmen geraten.

Anträge auf Förderung von Herdenschutzmaßnahmen können bei den zuständigen Bezirksregierung Arnsberg und Köln gestellt werden.

Hintergrund

Der Osten Deutschlands grenzt an eine Region, in der der Wolf nie ausstarb. So wurde 1995 der erste Wolf, im Jahre 2000 das erste Rudel in Ostdeutschland nachgewiesen. In der damaligen DDR wurden alle von Osten her einwandernden Wölfe geschossen, nach dem Zusammenbruch der DDR im Jahre 1989 änderte sich das. Mit der europäischen FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) ist der Wolf heute nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt (§ 44 BNatSchG), damit genießt der Wolf den höchsten Schutz. Seit dem Auftreten von Wölfen in Deutschland wurde kein Angriff auf Menschen belegt. 2009 erfolgte der erste Nachweis eines einzelnen, durchziehenden Wolfs in Nordrhein-Westfalen, auch hier gab es seit dem keine Gefahr für einen Menschen.

Die Meldung vom 07.04.2019 wurde am 08.04.2019 um weitere Informationen zur geografischen Eingrenzung der Pufferzone ergänzt, um besser erkennbar zu machen, dass nur Teile der genannten Landkreise in NRW in die Zone aufgenommen wurden.
Quelle: https://www.umwelt.nrw.de/presse/detail/news/2019-04-07-neue-pufferzone-fuer-wolfsgebiet-an-der-landesgrenze-zu-rheinland-pfalz/

Mi
3
Apr
2019

Wolf auf der Autobahn A2 bei Porta Westfalica verendet aufgefunden


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz bestätigt den Fund eines toten Wolfs auf der Autobahn A2 bei Porta Westfalica. Es handelt sich um ein etwa 38 Kilogramm schweres männliches Tier. Die Autobahnpolizei Herford war am Samstag, 30.03.2019, gegen 6:20 Uhr über einen Tierkadaver informiert, der von der Fahrbahn der A2 zu räumen sei. Vor Ort fanden die Polizisten einen toten Wolf mit schweren Verletzungen, die wahrscheinlich durch die Kollision mit einem Fahrzeug verursacht worden waren.

Gemäß Wolfsmanagementplan wurde der Kadaver sichergestellt und durch einen vom LANUV beauftragten Wolfsberater geborgen. Mit Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Minden-Lübbecke wurde der Wolf anschließend zur veterinärpathologischen Untersuchung in das Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin gebracht. Genetische Proben werden im Senckenberg Institut in Gelnhausen untersucht. Nach der Sektion wird der Wolf in die Sammlung des LWL-Museums für Naturkunde in Münster zur Präparation und Verbleib verbracht.

Es handelt sich um den zweiten in Nordrhein-Westfalen tot aufgefundenen Wolf. Bereits am 02.04.2017 wurde in Petershagen, Kreis Minden-Lübbecke, ein männlicher Wolf durch einen Verkehrsunfall getötet. Dieser Wolf wog 43 kg und war knapp zwei Jahre alt. Genetische Untersuchungen ergaben, dass er aus dem Rudel Altengrabow in Sachsen-Anhalt stammte. Dieser Wolf befindet sich als Präparat im LWL-Museum für Naturkunde in Münster, wo auch der 1835 bei Ascheberg erlegte Wolf verwahrt wird, der lange Zeit als letzter Wolf auf NRW-Gebiet galt.

Die Untersuchung toter Wölfe erfolgt im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin (Leibniz-IZW), das deutschlandweit das Referenzinstitut für das Monitoring tot aufgefundener Wölfe ist. Alle Wolfskadaver durchlaufen dort ein an der Humanrechtsmedizin orientiertes Untersuchungsschema, welches Computertomographie, Sektion, sowie Histologie, Parasitologie, Virologie und Bakteriologie beinhaltet. So können etwaige Erkrankungen oder der Kontakt mit Krankheitserregern abgeklärt werden.

Die Routineuntersuchungen umfassen unter anderem Staupe, Tollwut oder infektiöse Leberentzündung der Hunde. Die Untersuchungen werden von Kooperationspartnern des Leibniz-Instituts, dem Friedrich-Löffler-Institut (FLI), dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und dem Landeslabor Berlin-Brandenburg durchgeführt. Im Zuge der Gesundheitsforschung am Wolf werden darüber hinaus alle Tierkörper auf die Infektion mit verschiedenen Viren und Bakterien untersucht.

Do
28
Mrz
2019

LANUV bestätigt weiteren Wolfsnachweis im Wolfsgebiet Schermbeck


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen weiteren Nachweis der Wölfin GW954f im Wolfsgebiet Schermbeck. Die genetischen Untersuchungen einer Speichelprobe zeigen, dass die Wölfin am 5. Februar 2019 auf dem Gebiet der Stadt Oberhausen ein Schaf getötet hat. Der Nachweis und die Individualisierung des Wolfes erfolgte beim Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen.

Der betroffene Tierhalter wurde über das aktuelle Ergebnis informiert. Er kann über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums eine Entschädigung für das gerissene Tier sowie angefallene Tierarztkosten erhalten. Die aktuelle „Förderrichtlinie Wolf“ ist Teil des nordrhein-westfälischen Wolfmanagements und sieht Entschädigungsleistungen für gerissene Nutztiere vor, sofern ein Wolfsnachweis erfolgt ist. Die Halter von Schafe, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Schermbeck können Förderanträge zum Herdenschutz über die Förderrichtlinien Wolf des Umweltministeriums stellen.

Herdenschutz hilft

Bundesweite Untersuchungen bestätigen: Einen 100%-Schutz gegen Wolf-Übergriffe auf Weidetiere gibt es nicht. Funktionierende Elektrozäune senken aber die Zahl erfolgreicher Wolfübergriffe erheblich. Zur Zeit werden aufgrund der besser werdenden Witterung und der bevorstehenden wärmeren Jahreszeit zunehmend mehr Weidetiere aus den Ställen auf die Weiden gebracht. In den Wolfsgebieten Schermbeck und Senne wird daher dringend zur Durchführung von Herdenschutzmaßnahmen geraten.

Mi
27
Mrz
2019

Förderrichtlinien "Wolf" angepasst

Ab sofort können Kosten für Herdenschutzmaßnahmen statt wie bisher zu 80 Prozent nunmehr zu 100 Prozent gefördert werden


Seit 2009 treten in Nordrhein-Westfalen wieder sporadisch einzelne Wölfe auf, seit 2018 sind zwei Wölfinnen ortstreu geworden, das führte zur Ausweisung von zwei Wolfsgebieten, "Schermbeck" und "Senne". In beiden Wolfsgebieten wurden Präventionsmaßnahmen bisher mit bis zu 80 Prozent gefördert. Das wurde nun auf 100 Prozent aufgestockt, die EU hatte hierfür Anfang des Jahres den Weg freigemacht. Zusätzlich können jetzt auch Herdenschutzmassnahmen in den Pufferzonen, die die Wolfsgebiete umgeben, zu 100 Prozent gefördert werden. Die entsprechende Änderung der Förderrichtlinien Wolf wurden am letzten Freitag, 22. März 2019 im Ministerialblatt Nordrhein-Westfalen veröffentlicht, damit trat die neue Regelung einen Tag später, am 23. März 2019 in Kraft.

Schermbeck: Ab jetzt bearbeiten zwei Bezirksregierungen die Förderanträge

Eine weitere Änderung für das Wolfsgebiet Schermbeck betrifft die Bearbeitung der Förderanträge. Bisher bearbeitete nur eine Bezirksregierung, die Bezirksregierung Münster, alle Anträge, d. h. auch Anträge für Flächen, die im Regierungsbezirk Düsseldorf liegen. Ab jetzt (23. März 2019) werden alle Förderanträge für Flächen im Regierungsbezirk Düsseldorf von der Bezirksregierung Düsseldorf bearbeitet, die Bezirksregierung Münster konzentriert sich auf die Anträge aus ihrem Regierungsbezirk.

Herdenschutz hilft

Bundesweite Untersuchungen bestätigen: Einen 100 %-Schutz gegen Wolf-Übergriffe auf Weidetiere gibt es nicht. Funktionierende Elektrozäune senken aber die Zahl erfolgreicher Wolfübergriffe erheblich. Zurzeit werden aufgrund der besser werdenden Witterung und der bevorstehenden wärmeren Jahreszeit zunehmend mehr Weidetiere aus den Ställen auf die Weiden gebracht. In den Wolfsgebieten Schermbeck und Senne wird daher dringend zur Durchführung von Herdenschutzmaßnahmen geraten.

Weiterführende Angaben zum Wolf in Nordrhein-Westfalen (z. B.: Karte der Wolfnachweise in Nordrhein-Westfalen, Kontakt zu Luchs- und Wolfsberatern, die "Förderrichtlinien Wolf" und Angaben zu Nutztierrissen) gibt es auf den Internetseiten https://wolf.nrw/. (Quelle: https://www.umwelt.nrw.de/presse/detail/news/2019-03-27-woelfe-mehr-geld-fuer-schutz-von-tierherden/)