Mo
19
Okt
2020

Weitere Wölfin im Bereich der Hohen Mark nachgewiesen (GW1800f)


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt weitere Wolfsnachweise im Bereich der Hohen Mark.

Aufgrund der genetischen Untersuchungen des Senckenberg Forschungsinstituts in Gelnhausen konnte ein weiblicher Wolf mit der Kennung GW1800f erstmalig anhand von drei Losungsfunden erfasst werden. Die Nachweise erfolgten am 08. und 20. Mai 2020 bei Reken im Kreis Borken und am 19. Juli 2020 bei Haltern am See im Kreis Recklinghausen. GW1800f stammt aus dem Niedersächsischen Rudel Schneverdingen und trägt aus diesem Grund dasselbe genetische Merkmal, den Haplotyp HW02, wie die ebenfalls aus diesem Rudel stammenden Wölfe im Territorium Schermbeck.

Genetische Spuren eines Wolfes mit dem Haplotyp HW02 konnten ebenfalls an einem am 18. Mai 2020 in Dülmen (Kreis Coesfeld) gefundenen Wildtierkadaver nachgewiesen werden. Eine Individualisierung war in diesem Fall nicht möglich.

Am 26. Juni 2020 gelangen gegen Mitternacht mithilfe einer Fotofalle Aufnahmen eines Wolfes auf dem Gebiet der Gemeinde Reken (Kreis Borken). Alle Aufnahmen wurden durch die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf geprüft. Alter, Geschlecht und Identität des betreffenden Wolfes sind auf den Aufnahmen der Fotofalle nicht zu erkennen.

In Nordrhein-Westfalen werden über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierschäden entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. Weitere entschädigungsfähige Kosten sind beispielsweise angefallene Tierarztkosten oder Schäden an der Zäunung. Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild in den Wolfsgebieten und den umgebenden Pufferzonen wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine ausführliche Beratung zu den möglichen Herdenschutzmaßnahmen für alle Weidetierhalter an: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/schafhaltung/haltung/wolfsgebiete.htm

Informationen zum Wolfsgebiet Schermbeck, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage des Forschungsinstitut Senckenberg Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de

Do
8
Okt
2020

Wolfsgebiet Oberbergisches Land: Identität der Elterntiere im Territorium Leuscheid geklärt


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt weitere Wolfsnachweise in Eitorf (Rhein-Sieg-Kreis) im Wolfsgebiet Oberbergisches Land.

Am 21. Juli 2020 gab das LANUV den erstmaligen Nachweis von Wolfsnachwuchs in NRW bekannt. Mithilfe der genetischen Untersuchungen des Senckenberg Forschungsinstituts in Gelnhausen konnte nun die Identität der Elterntiere im Territorium Leuscheid anhand von Losungsfunden geklärt werden. Das Weibchen mit der Kennung GW1415f konnte am 02. Juli 2020 bei Eitorf (Rhein-Sieg-Kreis) nachgewiesen werden und das Männchen GW1159m am 06. Juli 2020 ebenfalls bei Eitorf. Eine dritte Wolfslosung vom 24. Juni 2020 konnte nicht individualisiert werden. Bislang sind die Herkunftsrudel beider Individuen noch nicht bekannt. Bei dem Rüden handelt es sich um das Tier, welches noch im Monitoringjahr 2019/20 bei Neuwied in Rheinland-Pfalz mit einem anderen Weibchen nachweislich fünf Welpen reproduziert hatte.

In Nordrhein-Westfalen werden über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierschäden entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. Weitere entschädigungsfähige Kosten sind beispielsweise angefallene Tierarztkosten oder Schäden an der Zäunung. Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Oberbergisches Land und der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine ausführliche Beratung zu den möglichen Herdenschutzmaßnahmen für alle Weidetierhalter an: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/schafhaltung/haltung/wolfsgebiete.htm

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Oberbergisches Land, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage des Forschungsinstituts Senckenberg Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Fr
2
Okt
2020

Wolfsgebiet Schermbeck: Neue Nachweise von GW954f


 

Im August 2020 hatte es im Wolfsgebiet Schermbeck binnen vier Wochen elf Übergriffe auf Weidetiere gegeben, die aufgrund der Datenlage überprüft werden konnten. Wie die inzwischen vorliegenden Untersuchungen des Forschungsinstituts Senckenberg ergeben haben, konnte in zehn Fällen die Wölfin GW954f als Verursacherin nachgewiesen werden. In neun Fällen gab es allerdings keinen ausreichenden Schutz gegen Wolfsübergriffe, in zwei Fällen entsprach der Schutzzaun nach einer ersten Bewertung dem empfohlenen Standard. Eine abschließende Beurteilung der Herdenschutzmaßnahmen durch die Landwirtschaftskammer steht noch aus. Herdenschutzhunde kamen in keinem der genannten Fälle zum Einsatz.

Weitere Informationen in der Pressemitteilung des Umweltministeriums NRW vom 01.10.2020.

Fr
4
Sep
2020

Wolfsgebiet Schermbeck: Zweiter Wolf sicher nachgewiesen


 

Neben der ortstreuen Wölfin GW954f konnte das LANUV im April das Vorkommen eines weiteren männlichen Wolfes mit der Kennung GW1587m im Wolfsgebiet Schermbeck bestätigen. Seither wurde dieser Wolf auch in den zurückliegenden Monaten anhand mehrerer Losungsfunde im Gebiet nachgewiesen. Wie aktuelle genetische Untersuchungen des Forschungsinstituts Senckenberg belegen, kann auch das Erbeuten von zwei Hirschkälbern am 14. Juli 2020 dem Wolf GW1587m zugeordnet werden. Die Wölfin GW954f wurde zuletzt am 30. Juli 2020 an gerissenen Schafen in Bottrop identifiziert. Damit steht nun nach bundesweit abgestimmten Monitoringstandards fest, dass sich im Wolfsgebiet Schermbeck zwei Wölfe dauerhaft aufhalten.

Weitere Informationen in der Pressemitteilung des Umweltministeriums NRW vom 03.09.2020.

Mi
12
Aug
2020

Wolfsrüde aus Ost- oder Südosteuropa im Hochsauerlandkreis nachgewiesen


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) konnte erstmals einen Wolf mit dem Haplotyp HW06 in Nordrhein-Westfalen nachweisen.

Am Morgen des 16. April 2020 wurde ein Wolf beobachtet, der in einem Waldgebiet bei Meschede (Hochsauerlandkreis) an einem gerissenen Reh fraß. Das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen konnte jetzt die Identität dieses Wolfes klären. Es handelte sich um einen männlichen Wolf mit der Kennung GW1724m. Er wurde am 20. März 2020 in Sachsen-Anhalt erstmals genetisch erfasst. Er trägt als genetisches Merkmal den in Mitteleuropa seltenen Haplotyp HW06.

Nach Auskunft des Senckenberg Forschungsinstituts in Gelnhausen, welches deutschlandweit genetische Untersuchungen an freilebenden Wölfen durchführt, ist das Individuum GW1724m der erste in Deutschland nachgewiesene Wolf mit dem Haplotyp HW06. Dieses genetische Merkmal wird hauptsächlich in Wolfspopulationen in Ost- und Südosteuropa (Polen, Weißrussland, Ukraine, Russland, Bulgarien, Griechenland, Rumänien und Ungarn) gefunden. Junge Wölfe können bei ihrer Suche nach einem eigenen Territorium nachweislich sehr weite Strecken von mehreren Hundert bis über eintausend Kilometer wandern. Das Herkunftsrudel des Wolfsrüden wird daher voraussichtlich nicht zu ermitteln sein.

Wölfe aus der mitteleuropäischen Flachlandpopulation tragen entweder den Haplotyp HW01 oder HW02. In den letzten Jahren wurden auch immer wieder einzelne aus der Alpenpopulation stammende Tiere in Deutschland genetisch bestätigt, welche durch den dort exklusiv vorkommenden Haplotyp HW22 gekennzeichnet sind. In diesem Jahr konnte ein Alpenwolf erstmalig auch in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen werden. Der Wolfsrüde GW1559m mit dem Haplotyp HW22 wurde am 17. Februar 2020 bei Odenthal im Rheinisch-Bergischen Kreis an einem Wildtierriss genetisch erfasst. Aktuell gilt dieses Individuum als verschollen. Alle anderen bislang genetisch nachgewiesenen Wölfe in NRW gehören zur mitteleuropäischen Flachlandpopulation.

Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de

Angaben zur Herkunft der deutschen Wölfe: https://www.dbb-wolf.de/mehr/faq/woher-kommen-die-woelfe-in-deutschland

Homepage des Forschungsinstitut Senckenberg Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Di
11
Aug
2020

Wolfsnachweise im Wolfsgebiet Schermbeck


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt weitere Wolfsnachweise in Hünxe (Kreis Wesel) im Wolfsgebiet Schermbeck.

Am 26. Juni 2020 wurde ein Schaf von einem Wolf getötet. Der Tierhalter wurde informiert. Anhand der DNA-Spuren konnte die im Wolfsgebiet Schermbeck ortstreue Wölfin GW954f als Verursacher nachgewiesen werden.

Am 01. Juli 2020 wurde ein Wolf beobachtet, der durch ein Kornfeld lief. Dabei wurde das Tier von einem Traktorfahrer gefilmt. Der Beobachtungsort wurde überprüft. Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) (https://www.dbb-wolf.de) hat bestätigt, dass es sich um einen Wolf handelt. Das Video lässt keinen Rückschluss auf das beobachtete Wolfsindividuum zu. Beobachtungen von Wölfen und anderen Wildtieren aus Fahrzeugen heraus sind häufig. Wildtiere erkennen Menschen in Fahrzeugen nicht als Menschen und flüchten daher nicht. Der Wolf sucht offensichtlich den kürzesten Weg, um der Situation auszuweichen. Eine aktive Annäherung an das Fahrzeug erfolgt nicht. Ein auffälliges oder problematisches Verhalten liegt nicht vor.

Am 14. Juli wurden zwei Rotwildkälber tot aufgefunden. Die genetische Untersuchung von Proben durch das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen hat ergeben, dass die Rotwildkälber vom Wolf getötet wurden. Die Untersuchung der genetischen Proben ist noch nicht abgeschlossen.

Am 22. Juli wurde ein Schaf von einem Wolf getötet und zwei Schafe verletzt. Der Tierhalter wurde informiert. Die Untersuchung der genetischen Proben ist noch nicht abgeschlossen.

In Nordrhein-Westfalen werden über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierschäden entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. Weitere entschädigungsfähige Kosten sind beispielsweise angefallene Tierarztkosten oder Schäden an der Zäunung. Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Schermbeck und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine ausführliche Beratung zu den möglichen Herdenschutzmaßnahmen für alle Weidetierhalter an: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/schafhaltung/haltung/wolfsgebiete.htm

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Schermbeck, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage des Forschungsinstitut Senckenberg Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Di
21
Jul
2020

LANUV bestätigt den Nachweis des ersten Wolfsnachwuchses in NRW im Rhein-Sieg-Kreis


 

Die Auswertung von Bildmaterial aus dem südlichen Nordrhein-Westfalen durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bestätigt erstmals den Nachweis einer Wolfsfamilie in der Kommune Eitorf im Rhein-Sieg-Kreis. Das Territorium liegt im Grenzgebiet von NRW und Rheinland-Pfalz. Aktuell werden durch das LANUV weitere Hinweise aus dem Rhein-Sieg-Kreis überprüft und bewertet.

In Nordrhein-Westfalen gab es bisher Nachweise einzelner durchziehender Wölfe sowie drei territorialer Wölfe in den Wolfsgebieten Schermbeck, Senne und Eifel-Hohes Venn. Der Nachweis einer Paarbildung und eines Wolfsnachwuchs konnte erstmals geführt werden.

Im Rhein-Sieg-Kreis sowie in den angrenzenden Kreisen und Gemeinden (Kreis Olpe, Kreis Siegen-Wittgenstein, Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis) existieren bereits ausgewiesene Förderkulissen, abgegrenzt durch das Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land und die Pufferzone Stegskopf. Die Ausweisung dieser Gebietskulissen ist insbesondere für die Nutztierhaltung von großer Bedeutung. Das Land Nordrhein-Westfalen bietet in Wolfsverdachtsgebieten, Wolfsgebieten und Pufferzonen auf der Grundlage der "Förderrichtlinie Wolf" eine Förderung von Investitionen in vorbeugende Maßnahmen zum Herdenschutz (Präventionsmaßnahmen) an. Gefördert werden der Erwerb von Elektrozäunen sowie die wolfsabweisende Optimierung bestehender Zäune. Mit dem Nachweis eines territorialen Wolfsrudels im Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land werden diese beiden Förderkulissen in der nächsten Zeit in ein Wolfsgebiet mit umgebender Pufferzone umgewandelt.

Weitere Informationen zu den Förderkulissen, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de

Quelle: LANUV Pressemeldung unter https://is.gd/RsynhM

Mi
15
Jul
2020

Wolfsnachweis im Kreis Paderborn


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Kreis Paderborn.

Am 28. März 2020 wurde in einem Waldgebiet bei Lichtenau Raubtierkot gefunden. Die genetische Untersuchung durch das Forschungsinstitut Senckenberg hat nachgewiesen, dass dieser Kotfund von einem Wolf stammte. Die Identität des Wolfes konnte nicht ermittelt werden.

Die Stadt Lichtenau liegt in der Pufferzone zum Wolfsgebiet Senne. Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Senne und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Senne, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage des Forschungsinstitut Senckenberg Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Fr
26
Jun
2020

Nachweis eines weiblichen Wolfes im Rhein-Sieg-Kreis


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Rhein-Sieg-Kreis.

In den Abendstunden des 12.06.2020 wurde eine Wolfsfähe in einem Waldgebiet bei Eitorf gefilmt. Die Aufnahmen wurden durch die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) geprüft (https://www.dbb-wolf.de/). Aktuell ist die Identität dieser Fähe nicht bekannt. Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Raum Eitorf wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern.

Die Gemeinde Eitorf im Rhein-Sieg-Kreis gehört seit 06.12.2019 zum Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land. Die Ausweisung eines Wolfsverdachtsgebietes ist insbesondere für die Nutztierhaltung von großer Bedeutung. Das Land Nordrhein-Westfalen bietet in Wolfsverdachtsgebieten auf der Grundlage der "Förderrichtlinien Wolf" eine Förderung von Investitionen in vorbeugende Maßnahmen zum Herdenschutz (Präventionsmaßnahmen) an. Gefördert werden im Wolfsverdachtsgebiet der Erwerb von Elektrozäunen sowie die wolfssichere Optimierung bestehender Zäune. Anträge auf Billigkeitsleistungen der durch einen Wolf verursachten Schäden sowie Anträge auf Förderung von Herdenschutzmaßnahmen im Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land können bei der Bezirksregierung Köln (dort bei dem für die Naturschutzförderung zuständigen Dezernat 51) gestellt werden.

Informationen im Internet: https://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/leistungen/abteilung05/51/foerderung/wolf/index.html

Weitere Informationen zum Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Mo
22
Jun
2020

Wolfsnachweis in Willebadessen/ Kreis Höxter


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Kreis Höxter.

Am Morgen des 16.05.2020 wurden auf einer Weide bei Willebadessen fünf Schafe verletzt aufgefunden. Ein Schaf ist später an seinen Bissverletzungen verendet. Die genetischen Untersuchungen der Speichelproben durch das Forschungsinstitut Senckenberg haben nachgewiesen, dass die Schafe von einem Wolf verletzt wurden. Bisher liegen noch keine Ergebnisse zur Identität des betreffenden Wolfes vor. Der Tierhalter wurde über das Ergebnis informiert.

In Nordrhein-Westfalen werden über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierschäden entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. Weitere entschädigungsfähige Kosten sind beispielsweise angefallene Tierarztkosten oder Schäden an der Zäunung. Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Senne und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Senne, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage des Forschungsinstitut Senckenberg Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/