Di
10
Mai
2022

Wolfsnachweis im Oberbergischen Kreis


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Oberbergischen Kreis.

Am 01. Mai 2022 gegen 14 Uhr wurde ein einzelner Wolf östlich von Radevormwald (Oberbergischer Kreis) fotografiert, als er über einen Acker lief. Der Beobachtungsort wurde von dem regional zuständigen Wolfsberater verifiziert. Das Bildmaterial wurde vom LANUV und von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) geprüft. Geschlecht, Identität und Verbleib des Wolfes sind nicht bekannt.

Weitere Informationen zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden im Wolfsportal des LANUV unter https://wolf.nrw/.

Über aktuelle Nachweise von Wölfen in NRW können Sie sich über das Umweltportal NRW des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) automatisch informieren lassen: https://www.umweltportal.nrw.de/abo-service

Informationen zu Wolfsnachweisen in Deutschland sind zu finden auf der Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de/

https://www.bmuv.de/themen/naturschutz-artenvielfalt/artenschutz/nationaler-artenschutz/der-wolf-in-deutschland
Weitere Informationen zum Vorkommen und zum Verhalten des Wolfs in Deutschland auf der Homepage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV):
Mi
4
Mai
2022

Wolfsnachweise in den Kreisen Coesfeld und Recklinghausen


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt Wolfsnachweise in Dülmen (Kreis Coesfeld) und Haltern am See (Kreis Recklinghausen).

Am 09. März 2022 wurde dem LANUV der Fund eines Wildtierkadavers in Dülmen gemeldet. Ein Wolfsberater dokumentierte den Fall und sicherte genetische Abstrichproben. Durch die DNA-Untersuchung des Senckenberg Forschungsinstituts in Gelnhausen konnte bestätigt werden, dass sich genetisches Material eines Wolfes an dem toten Damwild befunden hat. Eine nähere Bestimmung des Wolfsindividuums gelang nicht.

Zuletzt war am 24. November 2021 ein Wolf in Haltern am See von einer Fotofalle erfasst worden. Ob es sich bei diesen beiden Nachweisen um den männlichen Wolf mit der Kennung GW2347m handelt, der sich im Jahre 2021 mehrere Monate im Gebiet um Halten am See aufgehalten hatte, ist nicht bekannt. Dieses Tier stammte ursprünglich aus dem Rudel Werlte in Niedersachsen und wurde letztmalig am 10. Oktober genetisch nachgewiesen. Das Individuum gilt seither als verschollen.

Seit Wiederausbreitung des Wolfes in Deutschland kommt es immer wieder zu wolfsverursachten Nutztierschäden. Eine wolfsabweisende Zäunung minimiert nachweislich das Risiko eines Wolfsübergriffs. Den Tierhalterinnen und Tierhaltern in Nordrhein-Westfalen wird dringend empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. Gemäß den Vorgaben der Förderrichtlinien Wolf ist eine entsprechende Förderung in den Wolfsgebieten und den umgebenden Pufferzonen möglich. In den Wolfsgebieten NRWs ist der Nachweis eines wolfsabweisenden Grundschutzes eine Voraussetzung für die Entschädigung bei Übergriffen auf Schafe, Ziegen und Gehegewild.

Weidetierhalterinnen und -halter aus NRW können Fragen zum Herdenschutz an eine zentrale Servicehotline Herdenschutz bei der Landwirtschaftskammer NRW richten. Damit wird die Kontaktaufnahme zu den Expertinnen und Experten der Kammer vereinfacht. Besorgte und betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter sind eingeladen, sich über die Hotline telefonisch über Herdenschutzmaßnahmen, aktuelle Fördermöglichkeiten und das Antragsverfahren zu informieren. Bei Bedarf können nach telefonischem Erstkontakt Vor-Ort-Beratungstermine vereinbart werden.

Die Durchwahl der Servicehotline Herdenschutz ist 0 29 45 / 98 98 98.

Die Hotline ist von montags bis donnerstags in der Zeit zwischen 8 und 17 Uhr, freitags zwischen 8 und 13 Uhr besetzt. Darüber hinaus können rund um die Uhr Beratungstermine über den Anrufbeantworter der Hotline oder über die Mailadresse herdenschutz@lwk.nrw.de angefragt werden.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich die fachliche Antragsprüfung sehr aufwändig gestaltet, da häufig Nachfragen zu den eingereichten Anträgen erforderlich sind. Den Antragstellerinnen und Antragstellern wird daher dringend empfohlen, bereits im Vorfeld eines Förderantrags das kostenlose Beratungsangebot der Herdenschutzberatung der Landwirtschaftskammer zu nutzen. Mit dieser frühzeitigen Beratung lässt sich die Antragstellung und -prüfung erleichtern und somit das Bewilligungsverfahren insgesamt beschleunigen und dürfte somit auch im Interesse der antragstellenden Weidetierhaltungen liegen: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/herdenschutz/herdenschutz-nrw.htm

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter sind gebeten, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt (LANUV) zu wenden. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ist dies über die Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV möglich: Tel.: 0201-714488, werktags steht die Zentrale des LANUV zur Verfügung: Tel.: 02361-305-0.

Weitere Informationen zum Thema „Wolf in NRW“ und zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf

Informationen zum genetischen Monitoring des Forschungsinstituts Senckenberg Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Informationen zu Wölfen in Deutschland auf der Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de

Do
31
Mrz
2022

Wandernde Wölfe in NRW unterwegs: Wolfsnachweise in Preußisch Oldendorf, Werne, Dortmund, Meinerzhagen, Drolshagen und Telgte


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt Wolfsnachweise in den Kreisen Minden-Lübbecke und Unna, in der Stadt Dortmund, im Märkischen Kreis sowie in den Kreisen Olpe und Warendorf.

Am 03. März 2022 um 8:35 Uhr wurde ein einzelner Wolf in Preußisch Oldendorf (Kreis Minden-Lübbecke) von einem Auto aus fotografiert und gefilmt, wie er über einen Acker lief.

Am 08. März 2022 gegen 7:30 Uhr wurde ein einzelner Wolf auf einem Acker in Werne (Kreis Unna) ebenfalls von einem Auto aus fotografiert. Ein weiteres Video einer Anwohnerin zeigt den Wolf, wie er entlang einer Straße nach Norden lief. Der Wolf wurde an diesem Vormittag von weiteren Beobachtern beobachtet. Alle Beobachtungsorte liegen nördlich des Ortsteils Stockum und maximal einen Kilometer östlich der Autobahn A1; möglicherweise war der Wolf auf der Suche nach einer Querungsmöglichkeit für die Autobahn A1.

Am 10. März 2022 wird ein Wolf kurz vor Mitternacht in Stadtrandbereich von Dortmund aus einem Auto heraus gefilmt, wie er die Derner Straße nördlich des Naturschutzgebietes Kirchderner Wald überquert. Dass Wölfe in innerstädtischen Bereichen auftauchen, geschieht eher selten, ist aber nicht gänzlich auszuschließen. Wölfe verlassen bis spätestens dem Ende des zweiten Lebensjahres das elterliche Rudel und wandern dann weit umher, z.T. mehrere hundert Kilometer weit. Dabei bewegen sie sich in für sie unbekanntem Gelände. Wissenschaftliche Studien mit besenderten Wölfen belegen, dass abwandernde Jungwölfe, die z. B. über Grüngürtel in dicht besiedelte innerstädtische Gebiete geraten, diese schnell wieder zu verlassen suchen.

Am 12. März 2022 um 6:45 Uhr wurde ein Wolf in Meinerzhagen (Märkischer Kreis) an einem Wanderparkplatz auf der Nordhelle im Ebbegebirge beobachtet. Die beiden Beobachterinnen konnten den Wolf fotografieren, der über eine Kalamitätsfläche wechselte. An diesem Vormittag wurden weitere Wolfsbeobachtungen gemeldet und zwar aus dem angrenzenden Drolshagen (Kreis Olpe). Zunächst war um 8:45 Uhr ein wolfsähnliches Tier südlich der Talbrücke Germinghausen der Autobahn A 45 fotografiert worden; hier reichte die Qualität des Fotos für eine eindeutige Artbestimmung allerdings nicht aus. Um 8:53 Uhr querte ein eindeutig als Wolf erkennbares Tier unmittelbar an der Anschlussstelle Drolshagen zur Autobahn A 45 die L708 und wurde dabei von einem Auto aus gefilmt. Um 9:45 Uhr wurde dann ein wolfsähnliches Tier auf einem Feldweg zwischen Sendschotten und Hützemert fotografiert. Wahrscheinlich handelte es sich bei den genannten Beobachtungen vom 12. März 2022 immer um dasselbe Wolfsindividuum, welches die Wegstrecke von ungefähr 15 km in drei Stunden zurückgelegt hatte.

Am 22. März 2022 um 8:42 Uhr filmte ein Anwohner in Telgte (Kreis Warendorf) einen Wolf in den Ems-Auen. Der Wolf kam von Süden aus einem Waldgebiet über das Feld und lief dann zunächst an der Ems entlang Richtung Telgte, drehte dann aber um und folgte dem Ems-Ufer weiter Richtung Warendorf.

Alle Beobachtungsorte wurden von den regional zuständigen Wolfsberaterinnen und Wolfsberater überprüft. Das Bildmaterial wurde vom LANUV und von der DBBW überprüft. Geschlecht, Identität und Verbleib der nachgewiesenen Wölfe sind nicht bekannt. Übergriffe auf Nutztiere oder aktive Annäherungen an Menschen sind in keinem Fall mit den aufgeführten Beobachtungen in Verbindung zu bringen.

Gemäß den bundeseinheitlichen Kriterien für das Monitoring von Wölfen in Deutschland werden Beobachtungen ohne Bildbeleg oder mit unvollständigen Angaben zu Ort und Zeitpunkt als unbestätigte Hinweise erfasst. Das zugrundeliegende Bildmaterial muss in der Qualität so gut sein (Schärfe, Beleuchtung, Auflösung, Perspektive usw.) sein, damit eine Unterscheidung zwischen Wölfen und wolfsähnlichen Hunden zuverlässig möglich ist.

Empfehlungen des LANUV bei Begegnungen mit einem Wolf

Auch in einem Gebiet, in dem Wölfe ihr Revier haben, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass Sie einen Wolf zu Gesicht bekommen. Wölfe meiden die Nähe des Menschen. Vor allem bei jungen und unerfahrenen Wölfen kann es aber vorkommen, dass die Neugier stärker ist als die Furcht. Wenn Sie einem Wolf begegnen, sollten Sie sich auf diese Weise verhalten:

  • Nicht versuchen, sich dem Wolf zu nähern, ihn anzufassen oder zu füttern!
  • Nicht weglaufen, am besten stehen bleiben und abwarten, bis sich der Wolf zurückzieht.
  • Wenn man selbst den Abstand vergrößern will, langsam zurückziehen.
  • Man kann den Wolf auch vertreiben, indem man auf sich aufmerksam macht (laut ansprechen, in die Hände klatschen, mit den Armen winken).

Über aktuelle Nachweise von Wölfen in NRW können Sie sich über den Abo-Service des Umweltportals NRW automatisch informieren lassen. https://www.umweltportal.nrw.de/abo-service

Weitere Informationen zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/.

Informationen zu Wolfsnachweisen in Deutschland sind zu finden auf der Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de/.

Weitere Informationen zum Vorkommen und zum Verhalten des Wolfs in Deutschland auf der Homepage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit https://www.bmu.de/themen/natur-biologische-vielfalt-arten/artenschutz/nationaler-artenschutz/der-wolf-in-deutschland/#c22616

Fr
11
Mrz
2022

Wolfsnachweise in den Kreisen Kleve, Wesel und in der Stadt Krefeld: GW1625m aus den Niederlanden am Niederrhein unterwegs


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt Wolfsnachweise in Bedburg-Hau (Kreis Kleve), Xanten (Kreis Wesel) und in Krefeld.

Am 29. Januar 2022 brach in Bedburg-Hau eine Schafherde von einer Weide aus; ein Schaf wurde auf der benachbarten Straße von einem Auto erfasst und verletzt. Auf der Weide wurden vier Lämmer tot aufgefunden; davon war mindestens ein Lamm durch Bisse getötet worden. An diesem Lamm wurde genetisches Material von einem Wolf mit dem Haplotyp HW22 festgestellt; dieses genetische Merkmal ist für Wölfe kennzeichnend, die ursprünglich aus der Alpenpopulation (Italien, Frankreich, Schweiz) stammen. Eine nähere Bestimmung des Individuums gelang nicht.

Am 12. Februar 2022 wurde in Xanten ein Schaf von einem Wolf gerissen. Anhand genetischer Proben konnte das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen den Wolfsrüden GW1625m identifizieren. Es handelt sich um einen Wolf, der ebenfalls den Haplotyp HW22 trägt und somit ursprünglich aus der Alpenpopulation stammt.

Auch die beiden Übergriffe auf Schafe in Krefeld am 15. und 16. Februar 2022, bei denen insgesamt zwei Schafe getötet und drei Schafe verletzt worden waren, wurden von dem Wolfsrüden GW1625m verursacht.

Die mit dem genetischen Wolfsmonitoring befassten wissenschaftlichen Einrichtungen und Behörden in Deutschland und in den Niederlanden arbeiten eng zusammen, um Wölfe zu erfassen, die internationale Grenzen überschreiten. Der Wolfsrüde mit der Kennung GW1625m war 2020 in die niederländische Provinz Nord-Brabant eingewandert und hatte südlich von Eindhoven das Territorium Groote Heide begründet. Dort lebte er als territorialer Einzelwolf. Aktuell ist nicht bekannt, ob er sein Territorium dauerhaft verlassen hat oder während der Paarungszeit, die bei Wölfen in Mitteleuropa im Februar ihren Höhepunkt hat, auf der Suche nach einer Partnerin zu einer besonders großen Exkursion aufgebrochen war.

Die Kreise Kleve und der linksrheinische Teil des Kreises Wesel gehören zur Pufferzone um das Wolfsgebiet Schermbeck. Den Tierhalterinnen und Tierhaltern im Wolfsgebiet Schermbeck und in der umgebenden Pufferzone wird dringend empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. Gemäß den Vorgaben der Förderrichtlinien Wolf ist in den Wolfsgebieten ist der Nachweis eines wolfsabweisenden Grundschutzes eine Voraussetzung für die Entschädigung bei Übergriffen auf Schafe, Ziegen und Gehegewild.

Weidetierhalterinnen und -halter aus NRW können Fragen zum Herdenschutz an eine zentrale Servicehotline Herdenschutz bei der Landwirtschaftskammer NRW richten. Damit wird die Kontaktaufnahme zu den Expertinnen und Experten der Kammer vereinfacht. Besorgte und betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter sind eingeladen, sich über die Hotline telefonisch über Herdenschutzmaßnahmen, aktuelle Fördermöglichkeiten und das Antragsverfahren zu informieren. Bei Bedarf können nach telefonischem Erstkontakt Vor-Ort-Beratungstermine vereinbart werden.

Die Durchwahl der Servicehotline Herdenschutz ist 0 29 45 / 98 98 98.

Die Hotline ist von montags bis donnerstags in der Zeit zwischen 8 und 17 Uhr, freitags zwischen 8 und 13 Uhr besetzt. Darüber hinaus können rund um die Uhr Beratungstermine über den Anrufbeantworter der Hotline oder über die Mailadresse herdenschutz@lwk.nrw.de angefragt werden.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich die fachliche Antragsprüfung sehr aufwändig gestaltet, da häufig Nachfragen zu den eingereichten Anträgen erforderlich sind. Den Antragstellerinnen und Antragstellern wird daher dringend empfohlen, bereits im Vorfeld eines Förderantrags das kostenlose Beratungsangebot der Herdenschutzberatung der Landwirtschaftskammer zu nutzen. Mit dieser frühzeitigen Beratung lässt sich die Antragstellung und -prüfung erleichtern und somit das Bewilligungsverfahren insgesamt beschleunigen und dürfte somit auch im Interesse der antragstellenden Weidetierhaltungen liegen: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/herdenschutz/herdenschutz-nrw.htm

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter sind gebeten, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt (LANUV) zu wenden. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ist dies über die Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV möglich: Tel.: 0201-714488, werktags steht die Zentrale des LANUV zur Verfügung: Tel.: 02361-305-0.

Weitere Informationen zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen: https://wolf.nrw/wolf/de/nachweise

Informationen zum internationalen genetischen Wolfsmonitoring des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/institute/senckenberg-gesellschaft-fuer-naturforschung-frankfurt-main/abt-fliessgewaesseroekologie-und-naturschutzforschung/das-cewolf-konsortium/

Karte der Wolfsterritorien in den Benelux-Staaten und Deutschland: https://wolvesmap.zoogdiervereniging.nl/?locale=en

Informationen über die Wolfsrudel in Deutschland auf der Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen

Do
10
Mrz
2022

Wolfsgebiet Schermbeck: Drei Welpen aus dem Schermbecker Rudel genetisch identifiziert


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt weitere Wolfsnachweise in Hünxe (Kreis Wesel) und in Bottrop. Alle genetischen Ergebnisse beruhen auf den Untersuchungen des Senckenberg Forschungsinstituts in Gelnhausen.

Am 30. Januar 2022 wurden in Hünxe zwei Schafe von Wölfen getötet und befressen. Die genetische Analyse hat ergeben, dass die territoriale Wölfin GW954f und der territoriale Rüde GW1587m gemeinsam an dem Vorfall beteiligt waren. Die betreffende Weide liegt in Hünxe-Buchholtwelmen westlich der Autobahn A3.

Am 10. Februar 2022 wurde in Bottrop-Kirchhellen ein Rotwild-Schmaltier von Wölfen gerissen. Eine individuelle Zuordnung war nicht möglich, da sich die Speichelreste von mehreren Individuen aus dem Schermbecker Rudel vermischt hatten.

Am 12. Februar 2022 wurde in Bottrop ein Schaf vom Wolf getötet. Die betreffende Weide liegt östlich der Autobahn A31. Genetische Proben haben erstmals einen dritten Welpen des territorialen Wolfspaares aus dem Geburtsjahr 2021 nachgewiesen. Es handelt sich um ein männliches Jungtier mit der Kennung GW2551m. Bereits am 27. Juni 2021 waren der weibliche Welpe GW2307f und am 14. Dezember 2021 der männliche Welpe GW2428m erfasst worden.

Weitere neue Wolfsnachweise aus dem Wolfsgebiet Schermbeck, darunter genetisch bestätigte Kot- oder Urinspuren, bestätigte Fotofallenaufnahmen und Sichtbeobachtungen mit Foto oder Video, sind im Wolfsportal des LANUV NRW einsehbar https://wolf.nrw/wolf/de/nachweise/.

Seit 2018 sind den Wölfen im Territorium Schermbeck zahlreiche Nutztiere zum Opfer gefallen. Eine detaillierte Übersicht findet sich im Fachinformationssystem des LANUV NRW (Wolfsportal) https://wolf.nrw/wolf/de/management/nutztierrisse. Eine wolfsabweisende Zäunung minimiert nachweislich das Risiko eines Wolfsübergriffs. Den Tierhalterinnen und Tierhaltern im Wolfsgebiet Schermbeck und in der umgebenden Pufferzone wird dringend empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. Gemäß den Vorgaben der Förderrichtlinien Wolf ist in den Wolfsgebieten ist der Nachweis eines wolfsabweisenden Grundschutzes eine Voraussetzung für die Entschädigung bei Übergriffen auf Schafe, Ziegen und Gehegewild.

Weidetierhalterinnen und -halter aus NRW können Fragen zum Herdenschutz an eine zentrale Servicehotline Herdenschutz bei der Landwirtschaftskammer NRW richten. Damit wird die Kontaktaufnahme zu den Expertinnen und Experten der Kammer vereinfacht. Besorgte und betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter sind eingeladen, sich über die Hotline telefonisch über Herdenschutzmaßnahmen, aktuelle Fördermöglichkeiten und das Antragsverfahren zu informieren. Bei Bedarf können nach telefonischem Erstkontakt Vor-Ort-Beratungstermine vereinbart werden.

Die Durchwahl der Servicehotline Herdenschutz ist 0 29 45 / 98 98 98.

Die Hotline ist von montags bis donnerstags in der Zeit zwischen 8 und 17 Uhr, freitags zwischen 8 und 13 Uhr besetzt. Darüber hinaus können rund um die Uhr Beratungstermine über den Anrufbeantworter der Hotline oder über die Mailadresse herdenschutz@lwk.nrw.de angefragt werden.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich die fachliche Antragsprüfung sehr aufwändig gestaltet, da häufig Nachfragen zu den eingereichten Anträgen erforderlich sind. Den Antragstellerinnen und Antragstellern wird daher dringend empfohlen, bereits im Vorfeld eines Förderantrags das kostenlose Beratungsangebot der Herdenschutzberatung der Landwirtschaftskammer zu nutzen. Mit dieser frühzeitigen Beratung lässt sich die Antragstellung und -prüfung erleichtern und somit das Bewilligungsverfahren insgesamt beschleunigen und dürfte somit auch im Interesse der antragstellenden Weidetierhaltungen liegen. https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/herdenschutz/herdenschutz-nrw.htm

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter sind gebeten, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt (LANUV) zu wenden. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ist dies über die Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV möglich: Tel.: 0201-714488, werktags steht die Zentrale des LANUV zur Verfügung: Tel.: 02361-305-0

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Schermbeck und zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Informationen zum genetischen Monitoring des Forschungsinstitut Senckenberg Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Informationen zu Wölfen in Deutschland auf der Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de

Fr
25
Feb
2022

Wolfsgebiet Eifel - Hohes Venn: Wolfsrüde GW1924m aus Flandern im Nationalpark Eifel nachgewiesen


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis in Schleiden (Kreis Euskirchen).

Am 20. Januar 2022 war im Nationalpark Eifel im Bereich der Dreiborner Hochfläche ein von einem Wolf getötetes Rotwildkalb gefunden worden. Anhand genetischer Proben konnte das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen den Wolfsrüden GW1924m identifizieren, der bereits am 15. Januar 2022 in Aachen nachgewiesen worden war.

Die mit dem genetischen Wolfsmonitoring befassten wissenschaftlichen Einrichtungen und Behörden in Deutschland und Belgien arbeiten eng zusammen, um Wölfe zu erfassen, die internationale Grenzen überschreiten. Der Wolfsrüde mit der Kennung GW1924m wurde 2020 im Rudel Hechtel-Eksel im belgischen Flandern geboren. Zwischen dem Auftauchen in Aachen und dem Nachweis im Nationalpark Eifel wurde der Wolf zweimal in der belgischen Provinz Lüttich nachgewiesen. Nach dem 20. Januar 2021 hat er erneut die Grenze nach Belgien überquert. Er scheint sich dabei im Randbereich des Wolfsrudels bewegt zu haben, welches im belgischen Teil des Hohen Venns zwischen Eupen und Monschau lebt. Mittlerweile ist bekannt, dass der Wolf das Gebiet wieder verlassen hat. Er wurde am 05. Februar 2022 in Gerolstein in der Vulkaneifel (Rheinland-Pfalz) nachgewiesen.

Wölfe verlassen bis spätestens dem Ende des zweiten Lebensjahres das elterliche Rudel. Im Februar erreicht die Paarungszeit ihren Höhepunkt. Zu dieser Jahreszeit sind abwandernde Jährlinge bereits geschlechtsreif, haben oft aber noch kein eigenes Territorium. Auf der Suche nach einem Geschlechtspartner und einem freien Territorium wandern sie dann z.T. mehrere hundert Kilometer weit.

Nachweise von GW1924m in Wallonien (Belgien): http://biodiversite.wallonie.be/fr/23-02-2022-de-l-adn-d-un-loup-de-la-meute-flamande-retrouve-sur-des-proies-en-wallonie.html?IDD=6728&IDC=3420

Nachweise von GW1924m in Rheinland-Pfalz: https://fawf.wald.rlp.de/de/forschung-und-monitoring-unsere-aufgaben/koordinationszentrum-luchs-und-wolf/wolf/wolfsnachweise-rheinland-pfalz/

Weitere Informationen zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen: https://wolf.nrw/wolf/de/nachweise

Informationen zum internationalen genetischen Wolfsmonitoring des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/institute/senckenberg-gesellschaft-fuer-naturforschung-frankfurt-main/abt-fliessgewaesseroekologie-und-naturschutzforschung/das-cewolf-konsortium/

Karte der Wolfsterritorien in den Benelux-Staaten und Deutschland: https://www.vlaanderen.be/inbo/persberichten/wolven-in-de-benelux-en-duitsland-in-kaart-gebracht/

Informationen über die Wolfsrudel in Deutschland auf der Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen

Mi
23
Feb
2022

Wolfsgebiet Oberbergisches Land: Im Rhein-Sieg-Kreis bei Verkehrsunfällen getötete Jungwölfe stammen aus dem Rudel Leuscheid


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt Wolfsnachweise im Rhein-Sieg-Kreis.

Am 21. Januar 2022 wurden in Hennef (Sieg) tote Schafe aufgefunden. Genetische Untersuchungen des Senckenberg Forschungsinstituts in Gelnhausen haben bestätigt, dass diese Schafe von Wölfen getötet und befressen wurden. Eindeutig identifiziert werden konnte der Wolfsrüde GW1896m, der spätestens im März 2021 zugewandert war und den Vaterrüden GW1159m des Leuscheider Rudels ersetzt hat. GW1159m wurde zuletzt im Dezember 2020 genetisch nachgewiesen und ist verschollen.

Im Januar 2022 wurden im Rhein-Sieg-Kreis zwei Wölfe bei Verkehrsunfällen getötet. Die genetische Untersuchung von Gewebeproben der getöteten Tiere hat ihre Herkunft aufgeklärt. Es handelte sich in beiden Fällen um männliche Nachkommen der Wölfin GW 1415f und des Rüden GW1896m; sie gehören somit zum Wolfsrudel Leuscheid. Der erste Wolfsrüde mit der Kennung GW2486m war am 15. Januar 2022 auf der Landstraße L86 in Eitorf verunfallt. Der zweite Wolfsrüde mit der Kennung GW2481m wurde am 20. Januar 2022 auf der Landstraße bei Hennef (Sieg) bei einem Verkehrsunfall getötet. Beide Wölfe werden zurzeit im Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin auf Verletzungen, Krankheiten, Parasiten etc. untersucht. Am 20. Januar 2022 wurde im Landkreis Altenkirchen, kurz hinter der Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die ebenfalls 2021 geborene Wölfin GW2480f aus dem Leuscheider Rudel durch einen Verkehrsunfall verletzt.

Im September 2021 waren für das Leuscheider Rudel sieben Welpen fotografisch nachgewiesen worden. Mittlerweile sind sechs Welpen auch genetisch bekannt. Neben den genannten Individuen wurden über Kotproben im rheinland-pfälzischen Teil des Territoriums noch die beiden männlichen Nachkommen GW2439m und GW2478m sowie ein weibliches Jungtier GW2479f erfasst.

Von den im Jahr 2020 geborenen und genetisch nachgewiesenen sieben Welpen wurden in den letzten Monaten nur noch zwei Jährlingsfähen GW1999f und GW1955f nachgewiesen. Jungwölfe verlassen zu individuell unterschiedlichen Zeitpunkten und in der Regel spätestens im Alter von zwei Jahren das elterliche Territorium, wenn sie geschlechtsreif werden. Jährlinge beiderlei Geschlechts beteiligen sich bis zu diesem Zeitpunkt an der Versorgung der Welpen.

Im Territorium Leuscheid bewegen sich die Mitglieder des Rudels nach aktueller Kenntnis auf nordrhein-westfälischer Seite im Bereich der Stadt Hennef (Sieg) und der Gemeinden Eitorf und Windeck im Rhein-Sieg-Kreis; auf rheinland-pfälzer Seite reicht das Territorium bis in die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld im Landkreis Altenkirchen und in die Verbandsgemeinde Asbach im Landkreis Neuwied. Wolfsterritorien habe in Deutschland eine Größe von durchschnittlich ungefähr 200 km2; das Leuscheider Rudel durchstreift derzeit ein deutlich größeres Gebiet von etwa 300 km2.

In den vergangenen Monaten sind den Wölfen im Territorium Leuscheid zahlreiche Nutztiere (vorwiegend Schafe) zum Opfer gefallen. Eine detaillierte Übersicht findet sich im Wolfsportal https://wolf.nrw/wolf/de/management/nutztierrisse. Eine wolfsabweisende Zäunung minimiert nachweislich das Risiko eines Wolfsübergriffs. Den Halterinnen und Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Oberbergisches Land und in der umgebenden Pufferzone wird dringend empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern.

Weidetierhalterinnen und -halter aus NRW, die sich wegen der aktuellen Wolfsrisse Sorgen um ihre Tiere machen, können Fragen zum Herdenschutz an eine zentrale Servicehotline Herdenschutz bei der Landwirtschaftskammer NRW richten. Damit wird die Kontaktaufnahme zu den Expertinnen und Experten der Kammer vereinfacht. Besorgte und betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter sind eingeladen, sich über die Hotline telefonisch über Herdenschutzmaßnahmen, aktuelle Fördermöglichkeiten und das Antragsverfahren zu informieren. Bei Bedarf können nach telefonischem Erstkontakt Vor-Ort-Beratungstermine vereinbart werden.

Die Durchwahl der Servicehotline Herdenschutz ist 0 29 45 / 98 98 98.

Die Hotline ist von montags bis donnerstags in der Zeit zwischen 8 und 17 Uhr, freitags zwischen 8 und 13 Uhr besetzt. Darüber hinaus können rund um die Uhr Beratungstermine über den Anrufbeantworter der Hotline oder über die Mailadresse herdenschutz@lwk.nrw.de angefragt werden.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich die fachliche Antragsprüfung sehr aufwändig gestaltet, da häufig Nachfragen zu den eingereichten Anträgen erforderlich sind. Den Antragstellerinnen und Antragstellern wird daher dringend empfohlen, bereits im Vorfeld eines Förderantrags das kostenlose Beratungsangebot der Herdenschutzberatung der Landwirtschaftskammer zu nutzen. Mit dieser frühzeitigen Beratung lässt sich die Antragstellung und -prüfung erleichtern und somit das Bewilligungsverfahren insgesamt beschleunigen und dürfte somit auch im Interesse der antragstellenden Weidetierhaltungen liegen. https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/herdenschutz/herdenschutz-nrw.htm

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter sind gebeten, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt (LANUV) zu wenden. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ist dies über die Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV möglich: Tel.: 0201-714488, werktags steht die Zentrale des LANUV zur Verfügung: Tel.: 02361-305-0

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Oberbergisches Land und zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Informationen zu Wolfsnachweisen in Rheinland-Pfalz sind auf der Seite des Koordinationszentrum Luchs und Wolf (KLUWO) der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz zu finden unter https://fawf.wald.rlp.de/de/forschung-und-monitoring-unsere-aufgaben/koordinationszentrum-luchs-und-wolf/wolf/wolfsnachweise-rheinland-pfalz/

Informationen zum genetischen Wolfsmonitoring des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Informationen zu Untersuchungen an toten Wölfen durch das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Forschungsverbund Berlin e.V.: https://www.izw-berlin.de/de/gesundheitszustand-und-krankheiten-in-der-mitteleuropaeischen-tieflandwolfpopulation.html

Informationen zu Vorkommen von Wölfen in Deutschland sind auf der Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zu finden: https://www.dbb-wolf.de/

Weitere Informationen zum Vorkommen und zum Verhalten des Wolfs in Deutschland auf der Homepage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit https://www.bmu.de/themen/natur-biologische-vielfalt-arten/artenschutz/nationaler-artenschutz/der-wolf-in-deutschland/#c22616

Di
22
Feb
2022

Wolfsgebiet Eifel – Hohes Venn: Erneute Nachweise des Alpenwolfs GW2391m im Kreis Euskirchen


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt weitere Wolfsnachweise in Dahlem und Schleiden (Kreis Euskirchen).

Am 29. September 2021 wurde im Wald bei Dahlem ein Rotwildkalb gefunden, das von einem Wolfsrüden mit der Kennung GW2391m getötet und befressen worden war. Auch ein Übergriff auf Schafe in der Gemeinde Schleiden am 22. Dezember 2021 konnte durch genetische Untersuchungen des Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen dem Wolf GW2391m zugeordnet werden.

Der Wolfsrüde GW2391m war am 5. Juli 2021 erstmals im Raum Büllingen-Bütgenbach in Belgien und am 10. September 2021 im Nationalpark Eifel im Raum Schleiden genetisch erfasst worden. Er trägt als genetisches Merkmal den Haplotyp HW22, der für die Alpenpopulation (Italien, Frankreich, Schweiz) kennzeichnend ist. Aktuell bleibt abzuwarten, ob der Wolf weiterhin im Gebiet bleiben wird oder weiterzieht. Nach den bundeseinheitlichen Monitoringstandards gilt ein Wolf als territorial, wenn er in Zeitraum von mindestens sechs Monaten in einem Gebiet individuell nachgewiesen wird. Wolfsterritorien haben in Deutschland eine Größe von durchschnittlich ungefähr 200 km2. Wölfe verlassen bis spätestens Ende des zweiten Lebensjahres das elterliche Rudel und wandern dann weit umher, z.T. mehrere hundert Kilometer weit. Dass Wölfe aus der Alpenpopulation Nordwest-Deutschland erreichen, ist daher nicht ungewöhnlich.

Den Halterinnen und Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Eifel – Hohes Venn und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie beispielsweise die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Im Wolfsgebiet Eifel – Hohes Venn können gemäß Förderrichtlinien Wolf vom 03. Februar 2017, zuletzt geändert am 06. Dezember 2021, nur dann Entschädigungsleistungen für nachweislich von einem Wolf getöteten Schafe, Ziegen oder Gehegewild gewährt werden, wenn ein wolfsabweisender Grundschutz vorhanden ist.

Fragen zum Herdenschutz, zu Herdenschutzmaßnahmen, aktuellen Fördermöglichkeiten und zum Antragsverfahren können an die zentrale Servicehotline Herdenschutz Tel. 0 29 45 / 98 98 98 bei der Landwirtschaftskammer NRW gerichtet werden. Die Servicehotline Herdenschutz ist von montags bis donnerstags in der Zeit zwischen 8 und 17 Uhr, freitags zwischen 8 und 13 Uhr besetzt. Darüber hinaus können rund um die Uhr Beratungstermine über den Anrufbeantworter der Hotline oder über die Mailadresse herdenschutz@lwk.nrw.de angefragt werden. Bei Bedarf können nach telefonischem Erstkontakt Vor-Ort-Beratungstermine vereinbart werden. https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/herdenschutz/weidetierschutz.htm.

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Eifel – Hohes Venn und zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/.

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter sind gebeten, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt (LANUV) zu wenden. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ist dies über die Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV möglich: Tel.: 0201-714488, werktags steht die Zentrale des LANUV zur Verfügung: Tel.: 02361-305-0.

Informationen zum genetischen Wolfsmonitoring des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Informationen zur Herkunft der Wölfe in Deutschland sind auf der Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zu finden: https://www.dbb-wolf.de/mehr/faq/woher-kommen-die-woelfe-in-deutschland

Weitere Informationen zum Vorkommen und zum Verhalten des Wolfs in Deutschland auf der Homepage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit https://www.bmu.de/themen/natur-biologische-vielfalt-arten/artenschutz/nationaler-artenschutz/der-wolf-in-deutschland/#c22616

Informationen zu Wolfsnachweisen in Süd-Belgien (Wallonien) http://biodiversite.wallonie.be/fr/reseau-loup.html?IDC=6413

Informationen über Wölfe im Alpenraum https://www.lifewolfalps.eu/de/il-lupo-sulle-alpi/

Mo
21
Feb
2022

Wolfsnachweise in den Kreisen Steinfurt und Soest und in der Städteregion Aachen


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt Wolfsnachweise in den Kreisen Steinfurt und Soest und in der Städteregion Aachen.

Am 29. Januar 2022 gelangen einer Beobachterin gegen 9:15 Uhr Aufnahmen von zwei Wölfen, die über ein Feld in Nordwalde (Kreis Steinfurt) liefen. Laut ihrer Aussage soll noch ein dritter Wolf beobachtet worden sein. Gemäß den bundeseinheitlichen Kriterien für das Monitoring von Wölfen in Deutschland werden Beobachtungen ohne Bildbeleg oder mit unvollständigen Angaben zu Ort und Zeitpunkt als unbestätigte Hinweise erfasst. So kann auch eine weitere Sichtung eines Wolfes in Ibbenbüren (Kreis Steinfurt) durch einen unbekannten Autofahrer nicht bestätigt werden, weil keine Angaben zum Zeitpunkt der Beobachtung vorliegen.

Am 1. Februar 2022 wurde um 9:28 Uhr ein einzelner Wolf in Lippetal (Kreis Soest) von einer Fotofalle erfasst.

Am 15. Februar 2022 wurde gegen 8 Uhr ein einzelner Wolf am südlichen Rand der Städteregion Aachen von einem Autofahrer fotografiert. Der Wolf lief in hohem Tempo am Rand einer Nebenstraße in Richtung Aachener Stadtwald.

Die Beobachtungsorte wurden von den regional zuständigen Wolfsberaterinnen und Wolfsberater überprüft. Geschlecht, Identität und Verbleib der nachgewiesenen Wölfe sind nicht bekannt.

Empfehlungen des LANUV bei Begegnungen mit einem Wolf

Auch in einem Gebiet, in dem Wölfe ihr Revier haben, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass Sie einen Wolf zu Gesicht bekommen. Wölfe meiden die Nähe des Menschen. Vor allem bei jungen und unerfahrenen Wölfen kann es aber vorkommen, dass die Neugier stärker ist als die Furcht. Wenn Sie einem Wolf begegnen, sollten Sie sich auf diese Weise verhalten:

  •  Nicht versuchen, sich dem Wolf zu nähern, ihn anzufassen oder zu füttern!
  • Nicht weglaufen, am besten stehen bleiben und abwarten, bis sich der Wolf zurückzieht.
  • Wenn man selbst den Abstand vergrößern will, langsam zurückziehen.
  • Man kann den Wolf auch vertreiben, indem man auf sich aufmerksam macht (laut ansprechen, in die Hände klatschen, mit den Armen winken).

Über aktuelle Nachweise von Wölfen in NRW können Sie sich über den Abo-Service des Umweltportals NRW automatisch informieren lassen. https://www.umweltportal.nrw.de/abo-service

Weitere Informationen zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/.

Informationen zu Wolfsnachweisen in Deutschland sind zu finden auf der Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de/.

Di
15
Feb
2022

Wolfsgebiet Eifel-Hohes Venn: Wolfsrüde GW1924m aus Flandern in Aachen nachgewiesen


 

 Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis in Aachen an der Grenze zu den Niederlanden und Belgien.

In der Nacht zum 15. Januar 2022 waren am Stadtrand von Aachen Schafe von einem Wolf angegriffen worden. Ein Lamm wurde getötet und weitgehend aufgefressen, das Mutterschaf so schwer verletzt, dass es vom Tierarzt eingeschläfert werden musste. Anhand genetischer Proben konnte das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen einen Wolf als Verursacher ermitteln. Der Wolfsrüde mit der Kennung GW1924m stammt aus dem Rudel Hechtel-Eksel im belgischen Flandern, wo er bereits am 28. Oktober 2020 erstmals genetisch erfasst worden war. Dieses Rudel mit den Elterntieren GW1479f („Noella“) und GW979m („August“) hatte im Jahr 2020 erstmals vier Welpen, von denen zwei im Oktober 2020 in Belgien bei Verkehrsunfällen getötet wurden.

Wölfe verlassen bis spätestens dem Ende des zweiten Lebensjahres das elterliche Rudel und wandern auf der Suche nach einem Geschlechtspartner und einem eigenen Territorium z.T. mehrere hundert Kilometer weit. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei allen Beobachtungen am 15. Januar 2022 um dasselbe Individuum. Der aktuelle Verbleib des Wolfs ist nicht bekannt.

In Nordrhein-Westfalen werden über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierschäden entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. Anträge auf Entschädigungszahlung und auf Förderung von Herdenschutzmaßnahmen sind seit dem 01. Januar 2022 an die Landwirtschaftskammer NRW zu richten.

Die Stadt Aachen liegt in der Pufferzone zum Wolfsgebiet Eifel – Hohes Venn. Den Halterinnen und Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Eifel – Hohes Venn und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie beispielsweise die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert.

Fragen zum Herdenschutz, zu Herdenschutzmaßnahmen, aktuellen Fördermöglichkeiten und zum Antragsverfahren können an die zentrale Servicehotline Herdenschutz Tel. 0 29 45 / 98 98 98 bei der Landwirtschaftskammer NRW gerichtet werden. Die Servicehotline Herdenschutz ist von montags bis donnerstags in der Zeit zwischen 8 und 17 Uhr, freitags zwischen 8 und 13 Uhr besetzt. Darüber hinaus können rund um die Uhr Beratungstermine über den Anrufbeantworter der Hotline oder über die Mailadresse herdenschutz@lwk.nrw.de angefragt werden. Bei Bedarf können nach telefonischem Erstkontakt Vor-Ort-Beratungstermine vereinbart werden.

Meldung von Nutztierschäden: Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffene Tierhalterinnen und Tierhaltern sollten sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt (LANUV) zu wenden.

  •  Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ist dies über die Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV möglich: Tel.: 0201-714488.
  • Werktags steht Ihnen die Zentrale des LANUV zur Verfügung: Tel.: 02361-305-0.
  • Für weitere Hinweisarten (Sichtungen, Fund von verdächtigem Kot, Wildtierkadavern, Spuren etc.) besteht die Möglichkeit diese per E-Mail an wolf_nrw@lanuv.nrw.de zu melden.

 Weitere Informationen zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/

 Homepage des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Informationen zum Wolf in Flandern https://www.natuurenbos.be/wolven

Informationen über die Wolfsrudel in Deutschland sind auf der Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zu finden: https://dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen.