Fr
22
Jan
2021

Wolfsgebiet Schermbeck: Neue Nachweise


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt weitere Wolfsnachweise im Wolfsgebiet Schermbeck. Alle genetischen Ergebnisse beruhen auf den Untersuchungen des Senckenberg Forschungsinstituts in Gelnhausen.

Am 17. Dezember 2020 wurde in Dinslaken (Kreis Wesel) ein Schaf vom Wolf getötet. Die genetischen Untersuchungen haben die Wölfin GW954f nachgewiesen. Am 04. Januar 2021 wurde in Hünxe (Kreis Wesel) eine sieben Jahre alte Shetlandponystute von einem Wolf getötet. Die genetische Untersuchung von Abstrichproben hat den Haplotyp HW02 nachgewiesen, der bei den territorialen Wölfen im Wolfsgebiet Schermbeck vorkommt. Eine weitergehende Individualisierung war nicht möglich.

Weitere neue Wolfsnachweise aus dem Wolfsgebiet Schermbeck, darunter genetisch bestätigte Kot- oder Urinspuren, bestätigte Fotofallenaufnahmen und Sichtbeobachtungen mit Foto oder Video, sind im Wolfsportal des LANUV NRW einsehbar: https://wolf.nrw/wolf/de/nachweise

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffenen Tierhalterinnen und Tierhaltern wird daher empfohlen, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt (LANUV) zu wenden. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ist dies über die Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV möglich: Tel.: 0201-714488. Werktags steht Ihnen die Zentrale des LANUV zur Verfügung: Tel.: 02361-305-0

Für weitere Hinweisarten (Sichtungen, Fund von verdächtigem Kot, Wildtierkadavern, Spuren etc.) besteht die Möglichkeit diese per E-Mail an wolf_nrw@lanuv.nrw.de zu melden. Alternativ können Sie sich in der Zeit von 08:00 – 18:00 Uhr direkt an eine oder einen der regional zuständigen Wolfsberaterinnen und Wolfsberater wenden.

Eine Liste der regional zuständigen Wolfsberaterinnen und Wolfsberater finden Sie hier:https://wolf.nrw/wolf/de/management/berater

In Nordrhein-Westfalen werden über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierschäden entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. Weitere entschädigungsfähige Kosten sind beispielsweise angefallene Tierarztkosten oder Schäden an der Zäunung. Voraussetzung für Entschädigungsleistungen sind

1. die Meldung durch die Tierhalterin / den Tierhalter an das LANUV NRW unter den oben angegebenen Telefonnummern bis spätestens 24 h nach Kenntnisnahme;

2. die Dokumentation des Schadens durch das LANUV oder die vom LANUV beauftragten Wolfsberaterinnen und Wolfsberater;

3. die Feststellung durch das LANUV NRW, dass der Schaden durch einen Wolf verursacht wurde;

4. in den Wolfsgebieten Schermbeck, Senne und Eifel-Hohes Venn bei Übergriffen auf Schafe, Ziegen und Gehegewild zusätzlich das Vorhandensein eines wolfsabweisenden Grundschutzes gemäß Förderrichtlinie NRW.

Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild in den Wolfsgebieten und den umgebenden Pufferzonen wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine ausführliche Beratung zu den möglichen Herdenschutzmaßnahmen gem. Förderrichtlinien Wolf für alle Weidetierhalter an: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/herdenschutz/weidetierschutz.htm

Informationen zum Wolfsgebiet Schermbeck, zur Förderrichtlinie Wolf, zu gemeldeten Nutztierrissen sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de

Mo
11
Jan
2021

Wolfsgebiet Senne: Wolfsnachweis bei Lage


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Kreis Lippe.

Am Morgen des 19. Dezember 2020 wurde ein Wolf in einem Waldgebiet bei Lage von einer Fotofalle erfasst. Die Aufnahmen wurden von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) geprüft. Über Geschlecht, Alter und Identität des Tieres ist nichts bekannt.

Die Stadt Lage liegt im Norden des Wolfsgebietes Senne, welches im Jahr 2018 ausgewiesen wurde, weil hier mehrfach eine Wölfin mit der Kennung GW1044f festgestellt worden war. Seit Oktober 2018 ist diese Wölfin nicht mehr nachgewiesen worden und gilt aktuell als verschollen. Am 16. Oktober 2020 wurde in einem Waldgebiet bei Altenbeken (Kreis Paderborn) im Süden des Wolfsgebietes Senne ein weiblicher Wolf mit der Kennung GW1897f nachgewiesen.

Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Senne und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Senne, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de

Di
22
Dez
2020

Wolfsgebiet Schermbeck: Bildnachweis eines Welpen – Rudel im Wolfsgebiet Schermbeck


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt, dass am Vormittag des 24.11.2020 in einem Waldgebiet in Hünxe drei Wölfe von einer Fotofalle fotografiert und gefilmt wurden. Betreut wird diese Fotofalle von zwei ehrenamtlich für das LANUV agierenden Wolfsberatern, die diesen Standort aufgrund ihrer sehr guten Kenntnisse vor Ort und des Fachwissens über das Verhalten von Wölfen ausgewählt haben. Mit diesen Aufnahmen wurden im Wolfsgebiet Schermbeck erstmals drei Wölfe gemeinsam nachgewiesen. Das Alter und Geschlecht der Wölfe ließ sich auf diesen Aufnahmen nicht erkennen. Am 05.12.2020 wurden in Hünxe zwei Wölfe beobachtet und gefilmt. Die Aufnahmen wurden von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) geprüft. In diesem Fall stellte sich heraus, dass es sich bei dem zweiten Wolf um einen etwa 6 Monate alten Welpen handelt. Es ist daher mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es sich um einen Welpen der im Territorium vorkommenden Wölfe GW954f und GW1587m handelt. Es liegen dem LANUV allerdings keine Bildaufnahmen aus den Sommermonaten vor, auf denen ein Wolf als diesjähriger Welpe identifiziert werden konnte.

Im ersten Winter erreichen junge Wölfe bereits fast die Körpergröße von erwachsenen und lassen sich nur bei sehr guten Bildaufnahmen noch als Welpen identifizieren. Anders als bei Haushunden werden Wölfinnen nur einmal im Jahr paarungsbereit, in der Regel im Februar. Neben der ortstreuen Wölfin GW954f konnte das LANUV im April 2020 erstmals das Vorkommen eines männlichen Wolfes mit der Kennung GW1587m im Wolfsgebiet Schermbeck bestätigen.

Im Jahr 2020 wurden vom Forschungsinstitut Senckenberg bisher 47 genetische Proben von Wölfen aus dem Territorium Schermbeck untersucht, wobei 19-mal die Wölfin GW954f und 18-mal der Rüde GW1587m identifiziert wurde. Bei 10 Proben war eine Individualisierung nicht möglich, weil die Probenqualität nicht ausreichend war. Die genetischen Proben hatten bisher keinen Hinweis auf einen Nachkommen des Wolfspaares erbracht.

Nach den bundesweit geltenden Monitoringstandards wird das Wolfsvorkommen im Territorium Schermbeck ab sofort als Rudel mit einem bestätigten Welpen geführt.

Alle Nachweise sind im Wolfsportal des LANUV unter https://wolf.nrw/wolf/de/nachweise zu finden.

Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de

Homepage des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Do
10
Dez
2020

Erneuter Nachweis eines Alpenwolfs in Nordrhein-Westfalen


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Kreis Viersen.

Am 12. November 2020 wurde auf einer Weide in Viersen ein Schaf tot aufgefunden. Anhand der DNA-Analyse durch das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen konnte das männliche Wolfsindividuum GW1920m erstmalig nachgewiesen werden. Zwar ist das genaue Herkunftsrudel dieses Tieres unbekannt, ein genetisches Merkmal, der in Deutschland seltene Haplotyp HW22, ordnet es aber eindeutig der Alpenpopulation zu.

Der Haplotyp HW22 ist kennzeichnend für Wölfe aus der Alpenpopulation und der italienischen Population im Apennin. Wölfe aus diesen Populationen können eindeutig von Wölfen aus der mitteleuropäischen Flachlandpopulation unterschieden werden, welche entweder den Haplotyp HW01 oder HW02 tragen. In den letzten Jahren wurden auch immer wieder einzelne aus der Alpenpopulation stammende Tiere in Deutschland genetisch bestätigt. Für NRW ist dies erst der zweite Nachweis eines Wolfes mit dieser Herkunft. Der erste Nachweis eines Alpenwolfes in NRW gelang am 17. Februar 2020 in der Gemeinde Odenthal (Rheinisch-Bergischer Kreis). Hier konnte mithilfe einer genetischen Untersuchung das ebenfalls männliche Wolfsindividuum GW1559m an einem Wildtierkadaver nachgewiesen werden. Ein erneuter Nachweis dieses Wolfes erfolgte am 15. Oktober 2020 nahe Hitzacker (Niedersachsen).

Angaben zur Herkunft der deutschen Wölfe: https://www.dbb-wolf.de/mehr/faq/woher-kommen-die-woelfe-in-deutschland

Homepage des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Mo
7
Dez
2020

Wolfsgebiet Schermbeck: Neue genetische Nachweise der Wölfin GW954f


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) teilt mit, dass am 14. Oktober 2020 zwei Schafe in Schermbeck und am 11. November 2020 ein Schaf in Hünxe nachweislich von der Wölfin GW954f getötet wurden. Die Halter können bei der Bezirksregierung Düsseldorf eine Entschädigung beantragen, sofern zum Zeitpunkt des Übergriffs ein wolfsabweisender Grundschutz gemäß Förderrichtlinien Wolf vorhanden war.

Die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine ausführliche Beratung zu den möglichen Herdenschutzmaßnahmen gem. Förderrichtlinien Wolf für alle Weidetierhalter an: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/schafhaltung/haltung/wolfsgebiete.htm

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter sind gebeten, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt (LANUV) zu wenden. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ist dies über die Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV möglich: Tel.: 0201-714488, werktags steht die Zentrale des LANUV zur Verfügung: Tel.: 02361-305-0.

Alle Informationen zum Thema Wolf, wie dem genetischen Nachweis, den einzelnen Wolfsgebieten in Nordrhein-Westfalen oder den erfolgten Wolfsnachweisen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Di
1
Dez
2020

Wolfsnachweis im Kreis Paderborn


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Kreis Paderborn.

Am 16. Oktober 2020 wurde in einem Waldgebiet bei Altenbeken Raubtierkot gefunden. Die genetische Untersuchung durch das Forschungsinstitut Senckenberg hat nachgewiesen, dass dieser Kotfund von einem weiblichen Wolf mit der Kennung GW1897f stammte. Die Wölfin wurde erstmals nachgewiesen; das Herkunftsrudel ist bisher nicht bekannt.

Die Gemeinde Altenbeken liegt im Wolfsgebiet Senne, welches im Jahr 2018 ausgewiesen wurde, weil hier mehrfach eine Wölfin mit der Kennung GW1044f festgestellt worden war. Seit Oktober 2018 ist diese Wölfin nicht mehr nachgewiesen worden und gilt aktuell als verschollen. Ob sich die neue Wölfin dauerhaft im Raum Altenbeken ansiedeln wird oder weiterzieht, ist offen.

Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Senne und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Senne, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Do
19
Nov
2020

Wolfsgebiet Oberbergisches Land: Neuer Nachweis


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Wolfsgebiet Oberbergisches Land.

Am 15. November 2020 kurz nach 8 Uhr wurde ein Wolf gefilmt, der in Eitorf (Rhein-Sieg-Kreis) eine Landstraße überquerte. Der Beobachtungsort wurde überprüft. Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) hat bestätigt, dass es sich um einen Wolf handelt. Das Video lässt keinen Rückschluss auf das beobachtete Wolfsindividuum zu.

In Nordrhein-Westfalen werden über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierschäden entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. Weitere entschädigungsfähige Kosten sind beispielsweise angefallene Tierarztkosten oder Schäden an der Zäunung. Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Oberbergisches Land und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine ausführliche Beratung zu den möglichen Herdenschutzmaßnahmen für alle Weidetierhalter an: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/schafhaltung/haltung/wolfsgebiete.htm

Weitere Informationen zum Wolfsgebiet Oberbergisches Land, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de

Fr
6
Nov
2020

Wolfsgebiet Schermbeck: Kleines Shetlandpony in Bottrop vom Wolf getötet


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) teilt zu den Untersuchungen im Zusammenhang mit einem getöteten Shetlandpony in Bottrop-Kirchhellen Folgendes mit:

In der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober 2020 wurde auf einer Weide in Bottrop-Kirchhellen ein 28 Jahre altes, kleines Shetlandpony tot aufgefunden. Die inzwischen vorliegende pathologische Untersuchung durch das zuständige Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Münster sowie die genetische Untersuchung von Abstrichproben durch das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen haben bestätigt, dass das Pony von einem Wolf getötet wurde. Die Halter wurden über das Ergebnis informiert, sie können bei der Bezirksregierung Münster eine Entschädigung für den Verlust beantragen.

In Nordrhein-Westfalen ist der aktuelle Fall der erste durch einen Wolf verursachte Schaden an einem Pferd bzw. einem kleinen Pony seit dem ersten Nachweis eines Wolfs in NRW im Jahr 2009. In Deutschland wurden im zurückliegenden Jahr 2019 elf Übergriffe auf Pferde registriert, was 0,38% aller geschädigten Haus- und Nutztiere entspricht. Die amtlichen Zahlen sind in den Berichten zu Prävention und Nutztierschäden zu finden https://www.dbb-wolf.de/mehr/literatur-download/berichte-zu-praevention-und-nutztierschaeden.

Die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine ausführliche Beratung zu den möglichen Herdenschutzmaßnahmen für alle Weidetierhalter an: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/schafhaltung/haltung/wolfsgebiete.htm

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter sind gebeten, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt (LANUV) zu wenden. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ist dies über die Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV möglich: Tel.: 0201-714488, werktags steht die Zentrale des LANUV zur Verfügung: Tel.: 02361-305-0

Alle Informationen zum Thema Wolf, wie dem genetischen Nachweis, den einzelnen Wolfsgebieten in Nordrhein-Westfalen oder den erfolgten Wolfsnachweisen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf

Mi
4
Nov
2020

Wolfsgebiet Schermbeck: Neue Nachweise


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt weitere Wolfsnachweise im Wolfsgebiet Schermbeck. Alle genetischen Ergebnisse beruhen auf den Untersuchungen des Senckenberg Forschungsinstituts in Gelnhausen.

Am 28. August 2020 wurde in der Gemeinde Schermbeck (Kreis Wesel) ein totes Rotwildkalb auf einem Stück Grünland gefunden. Anhand der DNA-Analyse konnte der im Territorium Schermbeck ortstreue Rüde GW1587m nachgewiesen werden. Ein weiterer Nachweis dieses Rüden gelang am 22. September 2020 durch die Beprobung eines Rehkadavers auf einer Wiese außerhalb von Bottrop-Kirchhellen.

Über den Fund zweier Losungen am 20. Juni 2020 und am 20. September 2020 in Hünxe (Kreis Wesel) konnte ebenfalls ein Wolf nachgewiesen werden. Eine Individualisierung war in beiden Fällen nicht möglich.

Am 25. Oktober 2020 gelangen in Bottrop-Kirchhellen mithilfe einer Fotofalle Aufnahmen von zwei Wölfen. Alle Dateien wurden durch die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf geprüft. Alter, Geschlecht und Identität der betreffenden Wölfe sind auf den Aufnahmen der Fotofalle nicht zu erkennen.

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffenen Tierhalterinnen und Tierhaltern wird daher empfohlen, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt (LANUV) zu wenden.

Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ist dies über die Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV möglich:

Tel.: 0201-714488

Werktags steht Ihnen die Zentrale des LANUV zur Verfügung:

Tel.: 02361-305-0

Für weitere Hinweisarten (Sichtungen, Fund von verdächtigem Kot, Wildtierkadavern, Spuren etc.) besteht die Möglichkeit diese per E-Mail an wolf_nrw@lanuv.nrw.de zu melden. Alternativ können Sie sich in der Zeit von 08:00 – 18:00 Uhr direkt an eine oder einen der regional zuständigen Wolfsberaterinnen und Wolfsberater wenden.
Eine Liste der zuständigen regionalen Wolfsberaterinnen und Wolfsberater finden Sie hier.

In Nordrhein-Westfalen werden über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierschäden entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. Weitere entschädigungsfähige Kosten sind beispielsweise angefallene Tierarztkosten oder Schäden an der Zäunung. Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild in den Wolfsgebieten und den umgebenden Pufferzonen wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine ausführliche Beratung zu den möglichen Herdenschutzmaßnahmen für alle Weidetierhalter an: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/schafhaltung/haltung/wolfsgebiete.htm

Informationen zum Wolfsgebiet Schermbeck, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage des Forschungsinstitut Senckenberg Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de

Mo
19
Okt
2020

Weitere Wölfin im Bereich der Hohen Mark nachgewiesen (GW1800f)


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt weitere Wolfsnachweise im Bereich der Hohen Mark.

Aufgrund der genetischen Untersuchungen des Senckenberg Forschungsinstituts in Gelnhausen konnte ein weiblicher Wolf mit der Kennung GW1800f erstmalig anhand von drei Losungsfunden erfasst werden. Die Nachweise erfolgten am 08. und 20. Mai 2020 bei Reken im Kreis Borken und am 19. Juli 2020 bei Haltern am See im Kreis Recklinghausen. GW1800f stammt aus dem Niedersächsischen Rudel Schneverdingen und trägt aus diesem Grund dasselbe genetische Merkmal, den Haplotyp HW02, wie die ebenfalls aus diesem Rudel stammenden Wölfe im Territorium Schermbeck.

Genetische Spuren eines Wolfes mit dem Haplotyp HW02 konnten ebenfalls an einem am 18. Mai 2020 in Dülmen (Kreis Coesfeld) gefundenen Wildtierkadaver nachgewiesen werden. Eine Individualisierung war in diesem Fall nicht möglich.

Am 26. Juni 2020 gelangen gegen Mitternacht mithilfe einer Fotofalle Aufnahmen eines Wolfes auf dem Gebiet der Gemeinde Reken (Kreis Borken). Alle Aufnahmen wurden durch die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf geprüft. Alter, Geschlecht und Identität des betreffenden Wolfes sind auf den Aufnahmen der Fotofalle nicht zu erkennen.

In Nordrhein-Westfalen werden über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierschäden entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. Weitere entschädigungsfähige Kosten sind beispielsweise angefallene Tierarztkosten oder Schäden an der Zäunung. Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild in den Wolfsgebieten und den umgebenden Pufferzonen wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine ausführliche Beratung zu den möglichen Herdenschutzmaßnahmen für alle Weidetierhalter an: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/schafhaltung/haltung/wolfsgebiete.htm

Informationen zum Wolfsgebiet Schermbeck, zur Förderrichtlinie Wolf sowie zu Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter https://wolf.nrw/wolf.

Homepage des Forschungsinstitut Senckenberg Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/

Homepage der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): https://www.dbb-wolf.de