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Do
9
Jan
2020

Wolfsnachweise im Oberbergischen Kreis


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt zwei Wolfsnachweise im Oberbergischen Kreis. Die genetischen Untersuchungen von Speichelproben zeigen, dass ein Wolf am 19. November 2019 in der Gemeinde Lindlar drei Schafe getötet und drei verletzt und am 20. November 2019 in der Gemeinde Hückeswagen ein Schaf getötet hatte. Anhand der Individualisierung durch das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen konnte in beiden Fällen die Wölfin GW1433f als Verursacher identifiziert werden.

In Nordrhein-Westfalen werden auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierrisse entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) hat mit Erlass vom 06. Dezember 2019 und Wirkung zum 13. Januar 2020 das "Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land" ausgewiesen. In Wolfsverdachtsgebieten werden (wie in den anderen Förderkulissen der Wolfsgebiete und Pufferzonen) Präventionsmaßnahmen wie z. B. die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Die Förderanträge auf Basis der Förderrichtlinie Wolf können ab sofort an die Bezirksregierung Köln gerichtet werden.