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Di
26
Jan
2021

Wolfsnachweis im Märkischen Kreis


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt einen Wolfsnachweis im Märkischen Kreis.

Am 28. November 2020 wurden auf einer Weide bei Balve vier Schafe von einem Wolf getötet sowie ein Schaf verletzt. Anhand der DNA-Analyse durch das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen konnte das weibliche Wolfsindividuum GW1943f erstmalig nachgewiesen werden; es stammt aus dem Rudel Rodewald in Niedersachsen. Ob sich die Wölfin dauerhaft im Raum Balve ansiedeln wird oder weiterzieht, ist offen. Der Halter wurde über das Ergebnis informiert; er kann bei der Bezirksregierung Arnsberg eine Entschädigung beantragen.

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffene Tierhalterinnen und Tierhalter sind gebeten, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt (LANUV) zu wenden. Außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende ist dies über die Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV möglich: Tel.: 0201-714488, werktags steht die Zentrale des LANUV zur Verfügung: Tel.: 02361-305-0

Die Landwirtschaftskammer NRW bietet eine ausführliche Beratung zu den möglichen Herdenschutzmaßnahmen gem. Förderrichtlinien Wolf für alle Weidetierhalter an: https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/herdenschutz/weidetierschutz.htm

Homepage des Senckenberg Forschungsinstituts Gelnhausen: https://www.senckenberg.de/de/presse/wolfsmonitoring-faq/