Pufferzone zum Wolfsterritorium Stegskopf

Im Mai 2018 hat das rheinland-pfälzische Umweltministerium im grenznahen Bereich zu Nordrhein-Westfalen das „Wolfs-Präventionsgebiet Wester­wald“ ausgewiesen. Innerhalb dieses Gebietes wurde Anfang April 2019 für den Bereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes Daaden/Stegskopf (Landkreise Altenkirchen und Westerwaldkreis), das Vorkommen eines territorialen Wolfes behördlich festgestellt.

Mit Wirkung zum 05.04.2019 hat das MULNV auf der nordrhein-westfälischen Seite zum „Wolfsterritorium Stegskopf“ die „Pufferzone zum Wolfsterritorium Stegskopf“ ausgewiesen. Die Abgrenzung dieser Pufferzone umfasste bisher Städte und Gemeinden der Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe sowie des Oberbergischen Kreises und des Rhein-Sieg-Kreises.

Angesichts neuer bestätigter Wolfsnachweise im Grenzgebiet zwischen Nordrhein-Westfalen (im Rhein-Sieg-Kreis) und Rheinland-Pfalz wurde mit Wirkung vom 20.08.2020 das neue „Wolfsgebiet Oberbergisches Land“ einschließlich einer umgebenden „Pufferzone um das Wolfsgebiet“ ausgewiesen. Diese Ausweisung hat Konsequenzen für bereits bestehende Förderkulissen: So geht das bisherige „Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land“ vollständig in die Abgrenzung des neuen Wolfsgebietes “Oberbergisches Land“ sowie der umgebenden Pufferzone ein. Außerdem umfasst die Abgrenzung des neuen Wolfsgebietes auch den westlichen Teil der mit Wirkung vom 05.04.2019 ausgewiesenen „Pufferzone zum Wolfsterritorium Stegskopf“, sodass sich diese Pufferzone verkleinert.

Vor diesem Hintergrund erfolgt auf der Grundlage fachlicher Kriterien des zuständigen Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) eine Neuabgrenzung der „Pufferzone zum Wolfsterritorium Stegskopf“.

Abgrenzung der "Pufferzone zum Wolfsterritorium Stegskopf"

Eine Karte der "Pufferzone zum Wolfsterritorium Stegskopf" findet sich hier.

Die „Pufferzone zum Wolfsterritorium Stegskopf“ umfasst zukünftig eine Fläche von 1.082 km², die die folgenden Städte bzw. Gemeinden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg vollständig umfasst:

  • Kreis Siegen-Wittgenstein: Städte Bad Laasphe, Freudenberg, Hilchenbach, Kreuztal, Netphen und Siegen, Gemeinden Burbach, Erndtebrück, Neunkirchen und Wilnsdorf.
  • Kreis Olpe: Städte Drolshagen und Olpe, Gemeinde Wenden.

Die Ausweisung einer solchen Pufferzone um ein Wolfsgebiet bzw. um das Vorkommen eines territorialen Wolfes ist insbesondere für die Nutztierhaltung von großer Bedeutung. Das Land Nordrhein-Westfalen bietet in derartigen Pufferzonen auf der Grundlage der "Förderrichtlinien Wolf" eine Förderung von Investitionen in vorbeugende Maßnahmen zum Herdenschutz (Präventionsmaßnahmen) an. Gefördert werden in der Pufferzone der Erwerb von Elektrozäunen sowie die wolfssichere Optimierung bestehender Zäune. Anträge auf Billigkeitsleistungen der durch einen Wolf verursachten Schäden sowie Anträge auf Förderung von Herdenschutzmaßnahmen in der „Pufferzone zum Wolfsterritorium Stegskopf“ können bei der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg (dort bei dem für die Naturschutzförderung zuständigen Dezernat 51) gestellt werden.

Ansprechpartner Bezirksregierung Arnsberg

Informationen im Internet: https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/p/pufferzone_wolf/index.php

email: bueroleitung51@bra.nrw.de

Postanschrift:
Bezirksregierung Arnsberg
- Dezernat 51 -
Seibertzstraße 1
59821 Arnsberg

Hier finden Sie die Antragsformulare für die Bezirksregierung Arnsberg:

Ansprechpartner / Wolfsberater vor Ort

Im Bereich der "Pufferzone zum Wolfsterritorium Stegskopf" stehen für Hinweise auf Wölfe sowie für eine erste Beratung bei Nutztierrissen die örtlichen Wolfsberater sowie das LANUV als Ansprechpartner bereit.