Wolfsgebiet Eifel - Hohes Venn

Aus dem Hohen Venn in Belgien liegen seit Mitte 2018 mehrere Nachweise eines Wolfes vor. Dabei handelt es sich vor allem um Bildmaterial aus Fotofallen und von Tierfotografen. Auf nordrhein-westfälischer Seite der Landesgrenze zu Belgien hat es in den Monaten April und Mai 2019 weitere Nachweise eines Wolfes im Bereich der Gemeinde Monschau gegeben. Anhand genetischer Analysen konnte in einem Fall ein männlicher Wolf mit der Kennung GW926m individualisiert werden. Aufgrund genetischer Ähnlichkeiten zu anderen Befunden und dem Gesamtbild der vorliegenden Nachweise geht das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (LANUV) davon aus, dass es sich um ein und dasselbe Tier handelt, das in diesem Bereich mittlerweile standorttreu geworden ist.

Vor diesem Hintergrund hat das Umweltministerium Nordrhein-Westfa­len in dem betreffenden Landschaftsraum mit Wirkung zum 02.07.2019 das „Wolfsgebiet Eifel – Hohes Venn“ ausgewiesen. Zusätzlich wird im Umfeld des Wolfsgebietes eine „Pufferzone um das Wolfsgebiet“ ausgewiesen. Ein Wolfsgebiet wird bei einer festen Ansiedlung von Wölfen ausgewiesen, das heißt wenn ein Wolf über die Dauer von bis zu einem halben Jahr mehrfach in einem Gebiet nachgewiesen werden kann.

Abgrenzung des "Wolfsgebietes Eifel - Hohes Venn" mit umliegender Pufferzone

Das „Wolfsgebiet Eifel – Hohes Venn“ mit umliegender Pufferzone umfasst den grenznahen Bereich der nordrhein-westfälischen Eifel mit seinen ausgedehnten Wäldern und angrenzenden Kulturlandschaften. Nach Westen hin schließt sich das Wolfsgebiet an die bestätigten Vorkommen des Wolfes im Hohen Venn auf belgischer Seite an. Die Abgrenzung umfasst auf einer Fläche von 505 km² die folgenden Städte bzw. Gemeinden vollständig oder teilweise (Teilbereiche in Klammern):

  • Städteregion Aachen: Stadt Monschau, Gemeinden Roetgen und Simmerath.
  • Kreis Euskirchen: Stadt Schleiden, Gemeinde Hellenthal.

Die umliegende „Pufferzone um das Wolfsgebiet“ umfasst auf einer Fläche von etwa 1.261 km² die umliegenden Städte und Gemeinden:

  • Städteregion Aachen: Städte Aachen, Eschweiler und Stolberg.
  • Kreis Düren: Städte Düren, Heimbach und Nideggen, Gemeinden Hürtgenwald, Kreuzau und Langerwehe.
  • Kreis Euskirchen: Stadt Mechernich, Gemeinden Blankenheim, Dahlem, Kall und Nettersheim.

Eine Karte des "Wolfsgebietes Eifel - Hohes Venn" mit umliegender Pufferzone findet sich hier.

Die Ausweisung eines Wolfsgebietes ist insbesondere für die Nutztierhaltung von großer Bedeutung, da das Land Nordrhein-Westfalen in diesen Bereichen auf der Grundlage der "Förderrichtlinien Wolf" Investitionen in vorbeugende Herdenschutzmaßnahmen fördert. Die im März 2019 fortgeschriebenen Förderrichtlinien Wolf ermöglichen eine bessere finanzielle Unterstützung der Weidetierhaltung. So sind nun im Bereich der umliegenden Pufferzonen in Nordrhein-Westfalen ebenfalls Präventionsmaßnahmen förderfähig.

Die Antragsunterlagen sind bei der Bezirksregierung Köln als zuständige Bewilligungsbehörde (dort bei dem für die Naturschutzförderung zuständigen Dezernat 51) einzureichen.

Ansprechpartner Bezirksregierung Köln

Informationen im Internet: https://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/leistungen/abteilung05/51/foerderung/wolf/index.html

Silke Bittner, email: silke.bittner@bezreg-koeln.nrw.de, tel 0221 1473412

Postanschrift:
Bezirksregierung Köln
- Dezernat 51 - Höhere Naturschutzbehörde
Zeughausstraße 2-10
50667 Köln

Hier finden Sie die Antragsformulare für die Bezirksregierung Köln:

Ansprechpartner / Wolfsberater vor Ort

Im Bereich des "Wolfsgebietes Eifel - Hohes Venn" stehen für Hinweise auf Wölfe sowie für eine erste Beratung bei Nutztierrissen die örtlichen Wolfsberater sowie das LANUV als Ansprechpartner bereit.